Aktuelles Recklinghausen

Titel
„Flossen weg!“ – Null Toleranz für sexuelle Übergriffe in Recklinghäuser Bädern
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Wollen mit der Kampagne „Flossen weg!“ weiterhin Präventionsarbeit zum Thema sexuelle Belästigung in Bädern leisten: Rita Nowak, Ratsmitglied Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Strebinger, Sachgebietsleiterin Bäder, Heinz Cordes, Badleiter im Südbad, und Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Steuer.
Einleitung
Seit nunmehr drei Jahren gibt es in den Recklinghäuser Frei- und Hallenbädern das Projekt „Schutz gegen sexuelle Übergriffe in öffentlichen Bädern“. Flyer und Plakate erinnern seitdem daran, die Privatsphäre eines jeden Gastes zu respektieren, außerdem wurde das Personal speziell geschult.
Haupttext


Konzipiert wurde das Projekt von der städtischen Gleichstellungsstelle und dem Fachbereich Bildung und Sport, basierend auf einem Antrag der Grünen aus dem Jahr 2014. Im Mai 2016 wurde die Kampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Beteiligten ziehen nach drei Jahren ein durchweg positives Resümee. „Die Kampagne in unseren Bädern ist sehr gut angenommen worden“, sagt der Erste Beigeordnete Georg Möllers. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Aktion mit der Stadt Mainz nun die erste Nachahmerin gefunden hat. Deshalb haben wir den Kolleg*innen dort gerne einige Elemente unserer Aktion zur Verfügung gestellt.“

„Flossen weg“ – dieses Motto ist in den Recklinghäuser Bädern stets präsent. „Die Aktion sollte keine einmalige Sache sein, sondern ein dauerhaftes Engagement“, betont Claudia Strebinger, Sachgebietsleiterin Bäder. „Wir wollen über das Thema sexuelle Belästigung in Bädern informieren. Wir haben damit in Recklinghausen derzeit keine Probleme – und das soll auch so bleiben. Deshalb ist das Projekt für uns vor allem Präventionsarbeit. Wir wollen deutlich machen: Bei uns gilt null Toleranz, wenn es um sexuelle Belästigung geht.“

Die Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Steuer ergänzt: „Der Besuch im Frei- oder Hallenbad soll vor allem Spaß machen. Das geht aber nur, wenn sich jeder Gast sicher und geschützt fühlt – und genau dazu wollen wir mit der Kampagne beitragen.“

Zu diesem Zweck ist das Schwimm- und Vereinspersonal entsprechend geschult und somit sensibilisiert worden: Wie welche Situation einzuschätzen ist, aufmerksam zu sein und welche Rechte und Pflichten es gibt. „Das Schwimmpersonal, und darauf machen wir mithilfe unseres Projekts auch aufmerksam, hilft, wenn es zu Belästigungen und Bedrohungen in der Umkleidekabine, im Duschbereich oder Schwimmbecken kommen sollte“, sagt Steuer. Wichtig sei vor allem, solche Fälle zu melden, damit das Personal darauf reagieren und gegebenenfalls auch die Polizei dazu rufen könne.

Teil der Kampagne sind außerdem Flyer und Plakate, die in Zusammenarbeit mit Schüler*innen des Max-Born-Berufskollegs gestaltet wurden. „Diese dienen hauptsächlich der Information, sollen aber auch potenzielle Täter abschrecken und ebenso Badegäste zu Zivilcourage ermutigen“, erklärt Steuer. Mit Hilfe von eindeutigen Grafiken machen die Plakate und Flyer deutlich, was erlaubt ist und was nicht: „Nicht grabschen, nicht glotzen, Fotos und Filmen nicht ohne die Einwilligung der anderen Person.“ Außerdem: „Wenig Stoff ist keine Einladung!“

Aufgelistet werden dort auch die Kontaktdaten derer, die bei sexuellen Übergriffen helfen – neben der Polizei die Einrichtung Frauenberatung/Frauennotruf und die Pro familia Beratungsstelle. Die Plakate hängen in den Frei- und Hallenbädern, die Flyer liegen dort und in anderen öffentlichen Einrichtungen wie dem Bürgerbüro im Stadthaus A, dem Haus der Bildung und den Schulen aus.

Datum
05.07.2019


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