Aktuelles Recklinghausen

Titel
Stadtteilkonferenz stößt bei Bürger*innen auf großes Interesse
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Stadtteilkonferenz
Einleitung
Die Stadtverwaltung hat am Dienstag, 25. Juni, im Großen Sitzungssaal des Rathauses ihre Serie von Stadtteilkonferenzen fortgesetzt. Im Fokus standen diesmal Projekte und Pläne aus Nordviertel, Westviertel, Paulusviertel und der Altstadt.
Haupttext


„Dieses Veranstaltungsformat haben wir in den vergangenen Jahren etabliert, damit Vertreter der Verwaltung interessierten Bürger*innen in kompakter Form zu wichtigen Frage Rede und Antwort stehen zu können“, erklärte Bürgermeister Christoph Tesche.

Trotz der tropischen Temperaturen fanden sich dann auch zahlreiche Interessierte im Rathaus ein. Was hat sich bisher in den einzelnen Stadtteilen getan? Welche Projekte stehen in den Startlöchern? Welche Entwicklungen wird es geben? Diese Fragen beantworten Tesche, der Erste Beigeordnete Georg Möllers, Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald sowie Andreas Rapien, Leiter des Fachbereichs Planen, Umwelt, Bauen, der den Technischen Beigeordneten Norbert Höving vertrat.

Der Bürgermeister, der in Personalunion auch Kulturdezernent ist, stellte in seinem Vortrag dar, dass sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren tatsächlich zu einem Kreativ- und Kulturquartier entwickelt hat. „Dafür sorgen nicht nur Einrichtungen wie Ikonenmuseum, Museum Jerke und das Kutscherhaus, sondern natürlich auch die seit September 2019 im ehemaligen C & A-Gebäude angesiedelte Stadtbibliothek. Sie ist längst zu einem neuen Kommunikationsort geworden, von dem für den gesamten Stadtraum kreative Entwicklungsimpulse ausgehen werden. Da bin ich mir absolut sicher“, sagte Tesche. Sein Optimismus werde auch durch die deutlich gestiegenen Nutzer*innen-Zahlen gestützt.

Beeindruckende Zahlen präsentierte auch der Erste Beigeordnete Georg Möllers für den Bereich der Kinderbetreuung. In den genannten Stadtteilen stellen aktuell 17 Kindertageseinrichtungen und drei Großpflegestellen 234 Plätze im U3- und 631 Plätze im Ü3-Bereich zur Verfügung. „Und es kommen weitere hinzu“, versprach Möllers. So wird der Kindergarten St. Markus um eine Gruppe mit 20 Plätzen erweitert. „Spektakulärer ist aber sicher, dass wir in das neue MarktQuartier im ehemaligen Kaufhaus Karstadt mit einer dreigruppigen Tageseinrichtung einziehen werden“, kündigte Möllers an.

Der Schuldezernent stellte außerdem nennenswerte Investitionen in Grundschulen und weiterführende Schulen vor. Herausragende Projekte: 1,1 Millionen Euro wird der Ausbau der Grundschule Kohlkamp (u.a. wird der Offene Ganztag erweitert) kosten, rund 4 Millionen Euro sollen in die neue Doppel-Turnhalle des Marie-Curie-Gymnasiums investiert werden. „Die Bildung war in den vergangenen Jahren stets ein zentraler Bereich. Wir haben in den letzten 20 Jahren mindestens 110 Millionen Euro investiert und wollen diesen Weg weitergehen“, betonte Möllers.

Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald stellte in den Fokus seines Vortrages vor allem auch Maßnahmen, die unter Regie des Fachbereichs Gebäudewirtschaft mit Blick auf den Klimaschutz energetisch saniert wurden. „Dächer, Fassaden, Fenster, Heizungsanlagen und Haustechnik wurden erneuert. Akzente haben wir auch durch ein LED-Beleuchtungsprogramm, die Installation von Photovoltaikanlagen und die Begrünung von Dächern gesetzt“, sagte Grunwald. Allein aus dem Konjunkturprogramm III wurden 14 Mio. Euro in energetische Sanierungen gesteckt. Der Fachbereich Gebäudewirtschaft unterhält übrigens mehr als 700 städtische Immobilien.

Ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion ist derzeit die Schaffung von barrierefreiem oder –armen Wohnraum, der auch bezahlbar ist. Andreas Rapien stellte eine Reihe von Projekten vor. Die Palette reichte vom Neubaugebiet an der Gerhart-Hauptmann-Straße, über das Projekt der Vivawest am Oerweg bis zum Paulusanger in attraktiver Innenstadtlage. „Wir würden uns wünschen, dass sich gerade die großen Akteure im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus wesentlich stärker engagieren. Wir tun das mit unserer eigenen Wohnungsgesellschaft sehr wohl, doch sind große Konzerne natürlich viel finanzkräftiger“, erklärte Tesche.

Der Bürgermeister berichtete auf Nachfrage aus der Bürgerschaft, wie die Stadt vor allem auch seniorengerechtes Wohnen organisieren wolle, dass er auch bei NRW-Städtebauministerin Ina Scharrenbach dafür geworben habe, dass das Land durch seine Vertreter in den Aufsichtsräten entsprechend Druck ausüben solle. „Unsere Möglichkeiten sind da leider begrenzt.“ Der Stadt sei sehr wohl bewusst, dass in den nächsten Jahren für zahlreiche öffentlich geförderte Wohnungen die Bindungsfrist auslaufe. „Dieses Problem können wir aber nicht alleine lösen“, so Möllers.

Ein Schlaglicht warf die Verwaltung auch auf die Entwicklung des Radverkehrs. „Uns ist bewusst, dass da auch mit Blick auf die aktuelle Klimaschutzdebatte künftig noch mehr passieren muss“, sagte Tesche. Fachbereichsleiter Rapien verwies darauf, dass die Altstadt bereits für den Radverkehr geöffnet worden sei, um die Nutzung des Fahrrads noch attraktiver zu machen. Die Stadt sei außerdem ständig auf der Suche nach weiteren Standorten für Fahrradabstellanlagen. Sobald das Eisenbahnbundesamt grünes Licht gegeben hat, könne der Bau der neuen Radstation am Hauptbahnhof mit 356 Plätzen starten.

Nachfragen gab es aus der Bürgerschaft nach der Notwendigkeit für zwei neue Hotels in der Innenstadt und der Ansiedlung nach Einrichtungen der Fachhochschule in der Altstadt, die am Standort Fritzberg aus allen Nähten platze. Antworten dazu gab es von Bürgermeister Tesche: „Natürlich haben wir uns die Frage nach den Hotels auch gestellt, doch handelt es sich um große Ketten, die seit Jahren erfolgreich am Markt unterwegs sind. Sie haben uns versichert, dass Recklinghausen als Standort sehr interessant ist. Mit der Fachhochschule stehe ich ständig im Austausch. Die Signale gehen aber dahin, dass man alle Aktivitäten am jetzigen Standort konzentrieren will.“

Angesprochen wurden von den Bürgern in einer sehr regen Diskussion zudem die Leerstandsproblematik in der Innenstadt, Fragen des Baum- und Klimaschutzes und der attraktiven Gestaltung des Straßenraumes nach niederländischem Muster durch die Verwendung von Pflastersteinen. „Ich bin sehr erfreut darüber, wie engagiert sich die Bürger*innen mit Fragen auseinandersetzen, mit denen wir uns tagtäglich beschäftigen. Natürlich werden wir die Anregungen, die gemacht wurden, in unsere Überlegungen einbeziehen“, resümierte Tesche.

Datum
27.06.2019


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