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Titel
Ein Jahr voller Herausforderungen – Die Feuerwehr Recklinghausen im Corona-Jahr
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Feuerwehr
Einleitung
Ein Jahr Corona: Welche Auswirkungen hat das Virus auf den Arbeitsalltag der Brandschützer*innen und welche besonderen Maßnahmen mussten im Zuge der Pandemie getroffen werden?
Haupttext


Die Feuerwehr Recklinghausen fasst in einer Jahresbilanz zusammen, was sich für sie verändert hat. „Die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte haben auch in der Pandemie ihre Kompetenz unter Beweis gestellt. Als Bürgermeister bin ich stolz auf eine solch engagierte und leistungsfähige Feuerwehr“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. 

Im vergangenen Jahr, am 10. März 2020, wurde der erste COVID-19-Fall in Recklinghausen bestätigt. Bereits sechs Tage später, reagierte die Fachbereichsleitung der Feuerwehr und berief einen „Stab Corona“ ein. Dieser tagt seitdem regelmäßig und bewertet, organisiert, koordiniert und plant die Pandemiesituation innerhalb der Dienststellen. Er besteht aus dem Fachbereichsleiter, den Abteilungsleitern „Gefahrenabwehr“ und „Rettungsdienst“, dem diensthabenden B- und C-Dienst, dem leitenden Desinfektor, dem Desinfektor der diensthabenden Wachbereitschaft sowie dem Pressesprecher. Bis heute kam der „Stab Corona“ 67-mal zusammen. 

Der Erste Beigeordnete Ekkehard Grunwald findet lobende Worte für die Arbeit der Einsatzkräfte: „Unsere Alltagsheldinnen und -helden sind stets bereit. Ich danke allen beteiligten Personen für das vergangene Jahr und den unermüdlichen Einsatz. Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig die Feuerwehr und der Rettungsdienst für unsere Stadtgesellschaft sind.“

Die extrem dynamische Lage mit einem bis dato unbekannten Virus und teilweise täglich neuen Hürden, Verordnungen und Erlassen hat die Feuerwehr und den Rettungsdienst stark eingenommen. „Wir mussten uns, wie auch jede andere Person, erst auf die neue, bisher nicht gekannte Situation inmitten einer Pandemie einstellen,“ sagt Thorsten Schild, Fachbereichsleiter der Feuerwehr.

Am stärksten gefordert wurde im Zuge der Pandemie zweifelsohne der Rettungsdienst. 1.709 Einsätze wurden von März 2019 bis Ende Februar 2021 in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Einsätze im Zusammenhang mit dem SARS-CoV-2-Virus sind sowohl in der Abarbeitung als auch in der im Nachhinein erforderlichen Desinfektion aufwendiger. Während des Einsatzes müssen sich die Rettungsdienstmitarbeiter*innen mit FFP2-Masken oder vergleichbaren Schutzklassen, Schutzbrillen und Schutzkittel schützen, im Nachgang ist eine Desinfektion des gesamten Rettungsmittels notwendig. „Dies erhöht den erforderlichen zeitlichen Aufwand erheblich,“ erläutert Peter Huge, Abteilungsleiter des Rettungsdienstes. „Alle Untersuchungen starten mit der Abklärung von COVID-Symptomen und einer Temperaturmessung. Der Schutz des Personals sowie aller Patientinnen und Patienten genießt hier oberste Priorität.“ 

Eine besondere Herausforderung war und bleibt weiterhin die Organisation der Dienstbetriebe. Vor dem Hintergrund der Kontaktbeschränkung werden alltägliche Dinge wie die gemeinsame Essenszubereitung, die Sport- und Wachausbildung sowie die strenge Trennung des Personals von Brandschutz und Rettungsdienst zur logistischen Meisterleistung. Mitarbeiter*innen die nicht zum erforderlichen Stammpersonal gehören, bleiben daher im Homeoffice. 

Deutliche Spuren hinterließ das Krisenjahr besonders bei den ehrenamtlichen Einheiten. So musste dort bereits am 12. März 2020 der Dienst- und Übungsbetrieb vollständig eingestellt werden. Des Weiteren entfielen quasi sämtliche Termine für Brandsicherheitswachen, die Brandschutzerziehung für Kindergärten und Schulklassen sowie nahezu alle Lehrgänge. Einen kleinen Lichtblick gab es ausschließlich in den Sommermonaten, in denen der Dienst- und Übungsbetrieb der ehrenamtlichen Einheiten zeitweise mit Einschränkungen wiederaufgenommen werden konnte.  

Auch auf die hauptamtliche Aus-, Fort- und Weiterbildung hatte die Pandemie starke Auswirkungen: Wurde anfangs zeitweise die gesamte Ausbildung im Rettungsdienst und Brandschutz eingestellt, konnte diese nach der Entwicklung eines Infektionsschutz- und Hygienekonzeptes inzwischen wiederaufgenommen werden. Bis zum Jahresende beschränkte sich die Aus-, Fort- und Weiterbildung allerdings auf zwingend erforderliche Ausbildungen und Ausbildungsabschnitte.

Für die Umsetzung der Hygienekonzepte, besonders im Bereich des Rettungsdienstes, werden erhebliche Mengen Verbrauchsmaterial wie Schutzmasken, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel benötigt. Aus Platzgründen fand für die Lagerung der Materialien eine Umstrukturierung der Feuer- und Rettungswache statt. Dies war verbunden mit deutlichen Einschränkungen für die ehrenamtlichen Löschzüge und die Jugendfeuerwehr. 

Eine erfreuliche Nachricht: Alle umgesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung. Die Zahl der infizierten Mitarbeiter*innen bleibt gering. Seit Donnerstag, 11. Februar, werden außerdem alle Beschäftigten des Rettungsdienstes gegen das Corona-Virus geimpft. Aktuell haben bereits circa 86 Prozent die erste Impfdosis erhalten. 

„Ich darf mich für die geleistete Arbeit im hinter uns liegendem Jahr bei allen bedanken. Auch für mich war es eine besondere Erfahrung, wie souverän alle Mitarbeitenden mit dieser Situation umgegangen sind und trotz der Kontakteinschränkungen viele Dinge innerhalb der Feuerwehr sich zum Positiven entwickelt haben. Ich hoffe, dass dies fortgesetzt werden kann, bevor wir nach dem Ende der Pandemie – wann immer das auch sein wird –¬¬ wieder vollumfänglich in den Dienst- und Ausbildungsbetrieb zurückkehren können,“ betont Thorsten Schild.

„Auch im Jahr 2021 wird uns die Pandemie weiter auf Trab halten. Maßnahmen, Einschränkungen und die konsequente Umsetzung von Infektionsschutz- und Hygienekonzepten werden weiterhin erforderlich sein,“ ergänzt Huge.

Datum
11.03.2021


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