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Aktuelles Recklinghausen

Titel
Erste Lockerungen beschlossen: Der Alltag kehrt schrittweise wieder ein
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Rathaus Recklinghausen
Einleitung
Seit etwa Mitte März bringt die Corona-Krise das Öffentliche Leben nicht nur in Deutschland nahezu zum Erliegen. Schulen, Kindertagesstätten, Geschäfte, Restaurants, kulturelle Einrichtungen und vieles mehr sind seit Wochen geschlossen.
Haupttext


Bekanntlich haben sich am Mittwoch, 15. April, sich Bund und Länder auf erste Schritte in Richtung Normalität geeinigt.

Der Zeitplan in Recklinghausen sieht auf Anweisung der Bundes- und Landesregierung wie folgt aus: Ab Montag, 20. April, kommt es im Bereich Einzelhandel zu ersten Lockerungen und auch im Schulwesen tut sich etwas, denn ab Donnerstag, 23. April, sollen die Schulen für Schüler*innen der Abschlussklassen an weiterführenden Schulen zur Vorbereitung wieder öffnen. Eine einfache Rückkehr zum Regelbetrieb ist aber auch weiterhin ausgeschlossen. Auch die Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich zum bis 3. Mai verlängert.

„Ich begrüße es, dass wir in kleinen Schritten zum öffentlichen Leben zurückkehren. Die Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser haben in dieser schwierigen Zeit diszipliniert ihr eigenes Leben eingeschränkt, um andere zu schützen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche, der am Freitag Details mit der Runde der Fachbereichsleitungen erörtert hat. „Wir müssen auch weiterhin vorsichtig sein, aber diese Solidarität und Geduld wird jetzt allmählich belohnt“, betonte Tesche.

Allerdings ist auch in Recklinghausen der erste Todesfall zu beklagen. Eine Seniorin, die an Covid 19 erkrankt war, ist im Uniklinikum Essen verstorben. „Meine aufrichtige Anteilnahme gilt der Familie und den Angehörigen der Verstorbenen“, erklärte Christoph Tesche. Der Bürgermeister verwies darauf, dass der erste Recklinghäuser Todesfall einmal mehr zeige, wie lebensbedrohlich das Virus tatsächlich sei. „Umso wichtiger ist es, dass wir weiter solidarisch mit den Schwachen der Gesellschaft sind, Abstand halten und uns an die Hygiene-Empfehlungen halten“, lautete der klare Appell von Tesche an die Bürgerschaft.  

Zu den Veränderungen:

Schulen 
Nach Anordnungen des Landes NRW sollen Abschlussklassen der Jahrgänge 10, 12 und 13 sowie entsprechende Klassen an den Berufskollegs ab Donnerstag, 23. April, wieder unterrichtet werden. Diese Möglichkeit der Prüfungsvorbereitung ist freiwillig. Eingeschränkt soll der Schulbetrieb für Viertklässler*innen bundesweit ab Montag, 4. Mai, wiederaufgenommen werden.

Für Recklinghausen bedeutet das, dass ab Montag, 20. April, alle nötigen vorbereitenden Maßnahmen für eine behutsame und schrittweise Öffnung der Schulen getroffen werden müssen. Dazu wird der Fachbereich Bildung und Sport an allen weiterführenden Schulen in der Zeit von Montag, 20. April, bis Mittwoch, 22. April, Ortsbesichtigungen mit den Schulleitungen durchführen. Hierbei werden einzelne Vorgehen zur Umsetzung besprochen. Themen sind die Einhaltung der vorgegebenen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen zum Schutze des Lehrpersonals, der Schüler*innen sowie aller in der Schule Beschäftigen.

Die Liste der Maßnahmen sieht wie folgt aus:

  • Checklisten mit einer sinnvollen Raumnutzung werden erstellt: Welche Räume sind beispielsweise durch fehlende Lüftungsmöglichkeiten ungeeignet und welche müssen eventuell abgesperrt werden?
  • Es wird Zugangsregelungen geben. Die Eingangsbereiche werden dahingehend geprüft, ob und welche Absperrungen vorzunehmen sind.
  • Es kann zu Zonierungen auf dem Schulhof kommen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.
  • Die Hygienevorgaben und Abstandsregeln des Robert-Koch-Institutes gelten dabei stets auch weiterhin als Orientierungshilfe.
  • Erweiterung des Reinigungsplans
  • Überprüfung aller Sanitärbereiche
  • Ausstattung des Erste-Hilfe-Raums: Sind ausreichend Verbandsmaterialen vorhanden?

„Es wird kein Unterricht im klassischen Sinne stattfinden, sondern eine Aufteilung in Lerngruppen“, erklärt Martin Gohrke, Fachbereichsleiter Bildung und Sport. „Nur so können wir den notwendigen Infektionsschutz sicherstellen.“

Daneben hat in den Recklinghäuser Schulen seit der Schließung am 16. März eine Intensivreinigung stattgefunden. Die Böden in Fluren und Klassen wurden gründlich gereinigt und das Mobiliar feucht abgewischt. Sämtliche Tür-, Fenstergriffe und Handläufe wurden desinfiziert. Bei Wiedereröffnung werden – entsprechend der Empfehlung der Bezirksregierung Münster – die bisherigen Reinigungstätigkeiten für Handkontaktflächen in Intensität und Häufigkeit erhöht. Bereits im Rahmen der Notbetreuung wurden alle Räume, in denen ein Handwaschbecken vorhanden ist, mit Seifenspender und Papierhandtüchern ausgestattet, die stetig aufgefüllt werden.

Kindertagesstätten
Die Notbetreuung in den 64 Kindertagesstätten in Recklinghausen läuft weiter. Ausgeweitet wird ab dem 23. April jedoch das Notfallangebot für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen. So zählen laut der neuen Verordnung des Landes NRW auch Mitarbeiter*innen von Tankstellen, aus dem Lebensmittelhandel, Drogerien, Banken, der Pharmaindustrie, dem Hausmeisterhandwerk oder Seifenfabriken dazu. Bisher war die Notbetreuung nur Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und weiterem Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, sowie Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur vorbehalten. Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie bittet dringend darum, Anfragen zur Kinderbetreuung ausschließlich an das Familienbüro zu richten. Telefon: 02361/50-2323.

Einzelhandel, Gastronomie etc.
Zu den bereits bekannten Handelseinrichtungen dürfen ab Montag Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu maximal 800 Quadratmetern wieder öffnen – Auto- und Fahrradhändler, Einrichtungshäuser sowie Buchhandlungen sogar unabhängig von ihrer Größe. Diese Regelung gilt auch für das Einkaufszentrum Palais Vest in der Recklinghäuser Altstadt.

Die Auflagen bleiben aber weiterhin streng. So heißt es dazu in der Verordnung des Landes NRW: „Alle Einrichtungen haben geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlagen und zur Gewährleistung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zwischen zwei Personen zu treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.“ Und es bleibt dabei, dass der Verzehr von Lebensmitteln in der Verkaufsstelle und in einem Umkreis von 50 Metern untersagt ist.

Die Friseure in Recklinghausen können sich derweil auf den 4. Mai vorbereiten: Unter selbigen Auflagen sowie Nutzung persönlicher Schutzkleidung kann dann der Betrieb wiederaufgenommen werden. Gedulden müssen sich hingegen noch Restaurants, Bars und Kneipen. Weiterhin erlaubt sind aber Liefer- und Abholservices. Diskotheken und Clubs wie der Ratskeller bleiben weiterhin geschlossen, so auch das Ruhrfestspielhaus und Konzerthäuser und -säle.

Datum
17.04.2020


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