Stadtteilkonferenzen

Stadtteilkonferenz am 26. Juni 2019 stößt bei Bürger*innen auf großes Interesse
Die Stadtverwaltung hat am Dienstag, 25. Juni, im Großen Sitzungssaal des Rathauses ihre Serie von Stadtteilkonferenzen fortgesetzt. Im Fokus standen diesmal Projekte und Pläne aus Nordviertel, Westviertel, Paulusviertel und der Altstadt. 

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„Dieses Veranstaltungsformat haben wir in den vergangenen Jahren etabliert, damit Vertreter der Verwaltung interessierten Bürger*innen in kompakter Form zu wichtigen Frage Rede und Antwort stehen zu können“, erklärte Bürgermeister Christoph Tesche.

Trotz der tropischen Temperaturen fanden sich dann auch zahlreiche Interessierte im Rathaus ein. Was hat sich bisher in den einzelnen Stadtteilen getan? Welche Projekte stehen in den Startlöchern? Welche Entwicklungen wird es geben? Diese Fragen beantworten Tesche, der Erste Beigeordnete Georg Möllers, Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald sowie Andreas Rapien, Leiter des Fachbereichs Planen, Umwelt, Bauen, der den Technischen Beigeordneten Norbert Höving vertrat.

Der Bürgermeister, der in Personalunion auch Kulturdezernent ist, stellte in seinem Vortrag dar, dass sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren tatsächlich zu einem Kreativ- und Kulturquartier entwickelt hat. „Dafür sorgen nicht nur Einrichtungen wie Ikonenmuseum, Museum Jerke und das Kutscherhaus, sondern natürlich auch die seit September 2019 im ehemaligen C & A-Gebäude angesiedelte Stadtbibliothek. Sie ist längst zu einem neuen Kommunikationsort geworden, von dem für den gesamten Stadtraum kreative Entwicklungsimpulse ausgehen werden. Da bin ich mir absolut sicher“, sagte Tesche. Sein Optimismus werde auch durch die deutlich gestiegenen Nutzer*innen-Zahlen gestützt.

Beeindruckende Zahlen präsentierte auch der Erste Beigeordnete Georg Möllers für den Bereich der Kinderbetreuung. In den genannten Stadtteilen stellen aktuell 17 Kindertageseinrichtungen und drei Großpflegestellen 234 Plätze im U3- und 631 Plätze im Ü3-Bereich zur Verfügung. „Und es kommen weitere hinzu“, versprach Möllers. So wird der Kindergarten St. Markus um eine Gruppe mit 20 Plätzen erweitert. „Spektakulärer ist aber sicher, dass wir in das neue MarktQuartier im ehemaligen Kaufhaus Karstadt mit einer dreigruppigen Tageseinrichtung einziehen werden“, kündigte Möllers an.

Der Schuldezernent stellte außerdem nennenswerte Investitionen in Grundschulen und weiterführende Schulen vor. Herausragende Projekte: 1,1 Millionen Euro wird der Ausbau der Grundschule Kohlkamp (u.a. wird der Offene Ganztag erweitert) kosten, rund 4 Millionen Euro sollen in die neue Doppel-Turnhalle des Marie-Curie-Gymnasiums investiert werden. „Die Bildung war in den vergangenen Jahren stets ein zentraler Bereich. Wir haben in den letzten 20 Jahren mindestens 110 Millionen Euro investiert und wollen diesen Weg weitergehen“, betonte Möllers.

Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald stellte in den Fokus seines Vortrages vor allem auch Maßnahmen, die unter Regie des Fachbereichs Gebäudewirtschaft mit Blick auf den Klimaschutz energetisch saniert wurden. „Dächer, Fassaden, Fenster, Heizungsanlagen und Haustechnik wurden erneuert. Akzente haben wir auch durch ein LED-Beleuchtungsprogramm, die Installation von Photovoltaikanlagen und die Begrünung von Dächern gesetzt“, sagte Grunwald. Allein aus dem Konjunkturprogramm III wurden 14 Mio. Euro in energetische Sanierungen gesteckt. Der Fachbereich Gebäudewirtschaft unterhält übrigens mehr als 700 städtische Immobilien.

Ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion ist derzeit die Schaffung von barrierefreiem oder -armen Wohnraum, der auch bezahlbar ist. Andreas Rapien stellte eine Reihe von Projekten vor. Die Palette reichte vom Neubaugebiet an der Gerhart-Hauptmann-Straße, über das Projekt der Vivawest am Oerweg bis zum Paulusanger in attraktiver Innenstadtlage. „Wir würden uns wünschen, dass sich gerade die großen Akteure im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus wesentlich stärker engagieren. Wir tun das mit unserer eigenen Wohnungsgesellschaft sehr wohl, doch sind große Konzerne natürlich viel finanzkräftiger“, erklärte Tesche.

Der Bürgermeister berichtete auf Nachfrage aus der Bürgerschaft, wie die Stadt vor allem auch seniorengerechtes Wohnen organisieren wolle, dass er auch bei NRW-Städtebauministerin Ina Scharrenbach dafür geworben habe, dass das Land durch seine Vertreter in den Aufsichtsräten entsprechend Druck ausüben solle. „Unsere Möglichkeiten sind da leider begrenzt.“ Der Stadt sei sehr wohl bewusst, dass in den nächsten Jahren für zahlreiche öffentlich geförderte Wohnungen die Bindungsfrist auslaufe. „Dieses Problem können wir aber nicht alleine lösen“, so Möllers.

Ein Schlaglicht warf die Verwaltung auch auf die Entwicklung des Radverkehrs. „Uns ist bewusst, dass da auch mit Blick auf die aktuelle Klimaschutzdebatte künftig noch mehr passieren muss“, sagte Tesche. Fachbereichsleiter Rapien verwies darauf, dass die Altstadt bereits für den Radverkehr geöffnet worden sei, um die Nutzung des Fahrrads noch attraktiver zu machen. Die Stadt sei außerdem ständig auf der Suche nach weiteren Standorten für Fahrradabstellanlagen. Sobald das Eisenbahnbundesamt grünes Licht gegeben hat, könne der Bau der neuen Radstation am Hauptbahnhof mit 356 Plätzen starten.

Nachfragen gab es aus der Bürgerschaft nach der Notwendigkeit für zwei neue Hotels in der Innenstadt und der Ansiedlung nach Einrichtungen der Fachhochschule in der Altstadt, die am Standort Fritzberg aus allen Nähten platze. Antworten dazu gab es von Bürgermeister Tesche: „Natürlich haben wir uns die Frage nach den Hotels auch gestellt, doch handelt es sich um große Ketten, die seit Jahren erfolgreich am Markt unterwegs sind. Sie haben uns versichert, dass Recklinghausen als Standort sehr interessant ist. Mit der Fachhochschule stehe ich ständig im Austausch. Die Signale gehen aber dahin, dass man alle Aktivitäten am jetzigen Standort konzentrieren will.“

Angesprochen wurden von den Bürgern in einer sehr regen Diskussion zudem die Leerstandsproblematik in der Innenstadt, Fragen des Baum- und Klimaschutzes und der attraktiven Gestaltung des Straßenraumes nach niederländischem Muster durch die Verwendung von Pflastersteinen. „Ich bin sehr erfreut darüber, wie engagiert sich die Bürger*innen mit Fragen auseinandersetzen, mit denen wir uns tagtäglich beschäftigen. Natürlich werden wir die Anregungen, die gemacht wurden, in unsere Überlegungen einbeziehen“, resümierte Tesche.

Hier geht es zur Präsentation.



Stadtteilkonferenz in der Gesamtschule Suderwich am 5. September 2018
Die Verwaltung hat in der Aula der Gesamtschule Suderwich die Reihe ihrer bereits im Jahr 2015 gestarteten Stadtteilkonferenzen fortgesetzt. Dabei stellten Bürgermeister Christoph Tesche und die Beigeordneten wichtige Projekte, Investitionen und Zukunftspläne für die Ortsteile Berghausen, Röllinghausen, Essel und Suderwich vor, freuten sich zugleich aber auch über eine anregende Diskussion mit den Bürgern.



Verwaltungsvorstand

„Es ist uns wichtig, regelmäßig in die Ortsteile hineinzuhören und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei einer zentralen Veranstaltung die Chance zu geben, Wünsche und Anregungen, aber natürlich auch Kritik, loszuwerden“, sagte Christoph Tesche. Deutlich wurde in den Vorträgen der Beigeordneten, dass sich in den vergangenen Jahren dank zahlreicher Investitionen in den Ortsteilen bereits viel getan hat. Vom massiven Ausbau der Kinderbetreuungsangebote profitieren zum Beispiel vor allem junge Familien. So werden in acht Kindertageseinrichtungen und zwei Großtagespflegen mittlerweile 538 Plätze angeboten.

Für ein attraktives Angebot des Nachwuchses sorgen außerdem Einrichtungen wie der Jugendtreff ZAKK. Freuen dürfen sich die Suderwicher auf einen neuen Kunstrasenplatz, der 2021 an der Lülfstraße gebaut wird. Der Rat hat das Geld bereits bereitgestellt. „Für das Projekt müssen wir einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Dazu ist alles Notwendige in die Wege geleitet“, erklärte der Technische Beigeordnete Norbert Höving.

Reagieren wird die Stadt darauf, dass auch in den Ortsteilen Suderwich, Berghausen, Essel und Röllinghausen mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen ist. „An der Astrid-Lindgren-Schule wollen wir bauliche Veränderungen vornehmen, für den Standort der Ortlohschule an der Ortlohstraße ist bereits ein Erweiterungsbau beschlossen, in den wir 720.000 Euro investieren“, kündigte der Erste Beigeordnete Georg Möllers an.

Zu den wichtigen Akteuren in Suderwich gehört die Freiwillige Feuerwehr. Damit das demnächst noch zügiger geht, plant die Stadt für das kommende Jahr eine Erweiterung der Hoffläche am Stresemannplatz. „Wir sind froh, dass wir einen solch aktiven Löschzug haben. 48 Alarmierungen im vergangenen Jahr belegen, dass die Feuerwehr in Suderwich unverzichtbar ist“, betonte Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald, der im Rathaus auch für den Ordnungsbereich zuständig ist.

Stadtteilkonferenz

Hoffnungen konnte Höving den Suderwichern machen, dass der Discounter Netto, der seinen Standort am Becklemer Weg aus Platzgründen aufgibt, an anderer Stelle im Ortsteil einen neuen Markt eröffnen wird. „Wir haben bereits viele Gespräche mit Expansionsleitern unterschiedlicher Unternehmen geführt. Den meisten reicht das Käuferpotenzial, dass der Ortsteil Suderwich bietet, jedoch leider nicht aus“, sagte Höving. Dennoch sei es gelungen, ein Grundstück ausfindig zu machen, an dem Netto eine neue Filiale eröffnen will. Es handelt sich um eine Fläche südlich Hamm- Osterfelder Bahn und östlich der Sachsenstrasse, die bereits ein Projektentwickler ins Visier genommen hat.

Vorgestellt wurden von Höving außerdem verschiedene neue Baugebiete, für die im Technischen Rathaus die Planungsverfahren laufen. 32 Wohneinheiten sollen auf dem ehemaligen Gelände der Bauspielfarm an der Schulstraße entstehen. Am Becklemer Weg plant die städtische Wohnungsgesellschaft 26 Einheiten in Mehrfamilienhäusern und 32 Reihenhäuser. Und auch in Essel wird neuer Wohnraum entstehen. Im Bereich des Kampmannswegs sind 17 freistehende Einfamilienhäuser geplant, hinzu kommt ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen. „Uns ist aber wichtig, dass der für Essel typische dörfliche Charakter auf jeden Fall erhalten bleibt“, betonte Höving.

Kurzfristig hinzugekommen ist außerdem der Bereich von Rosen Sabrowski. Das Unternehmen gibt seinen Standort an der Heinrich-Pardon-Straße auf. Die Gewächshäuser sollen einer Wohnbebauung weichen. Höving: „Erste Kontakte mit einem Projektentwickler hat es bereits gegeben.“

Kontrovers diskutiert wurde auch unter den teilnehmenden Bürgern der Plan, die für den Bau eines Windrades angelegte Baustraße zu einem kombinierten Rad- und Fußweg umzubauen. Während die einen auf den Naherholungseffekt hinweisen, fürchten andere den Eingriff in die Natur.

Die nächste Stadtteilkonferenz für die Ortsteile Nordviertel, Westviertel, Paulusviertel und Innenstadt ist für den 10. Dezember im Rathaus geplant.

 

Stadtteilkonferenz im Matthäus-Haus am 13. August 2015
Bockholt, Hochlar, Speckhorn und Stuckenbusch - für diese vier Stadtteile hatte Bürgermeister Christoph Tesche am Donnerstag, 13. August, zur zweiten Stadtteilkonferenz eingeladen. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes Georg Möllers, Ekkehard Grunwald und Genia Nölle stellte er sich dem Dialog mit knapp 100 Bürgerinnen und Bürgern im Matthäus-Haus in Hochlar.

 

Besucher der Stadtteilkonferenz inm Matthäus-Haus
Es stellte sich heraus, dass ein Thema besonders viele Bürger beschäftigt: die Nahversorgung in Hochlar. Die Vorschläge reichten vom neuen Wochenmarkt bis hin zu einem regelmäßigen Verkaufswagen. Insbesondere ältere Menschen bräuchten eine Lebensmittelversorgung vor Ort. „Ich nehme alle Vorschläge mit und werde dazu auch noch einmal mit unterschiedlichen Stellen Gespräche führen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche. Er betonte aber auch, dass die Verwaltung eben nur Rahmenbedingungen schaffen könne. Die Entscheidung, ob sich ein neuer Lebensmittelmarkt in Hochlar ansiedele, träfen ausschließlich die Investoren selbst.

Rednerpodium im Matthäushaus
Aber auch weitere Anregungen der Bürgerinnen und Bürger - zu Straßenbaumaßnahmen, Verkehr, Parken oder der Dorfentwicklung in Alt-Hochlar - nahmen Tesche und die Beigeordneten auf und sicherten zu, diese zeitnah zu prüfen. Wer noch eine Frage vergessen hat, kann sie per Mail an buergermeister@recklinghausen.de nachsenden.

„Weil auch die zweite Stadtteilkonferenz bei den Besucherinnen und Besuchern - trotz der Hitze - gut angekommen ist, werden wir auch in die anderen Stadtteile gehen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen“, sagte Tesche.


Stadtteilkonferenz in der Mensa des Theodor-Heuss-Gymnasiums am 1. Juni 2015

Was sich bisher getan hat und was noch ansteht - darüber haben am Montag, 1. Juni, Bürgermeister Christoph Tesche und die Dezernenten der Stadt Recklinghausen auf der ersten Stadtteilkonferenz circa 120 interessierte Bürger aus den Stadtteilen Grullbad, Hochlarmark, König-Ludwig und Süd informiert und Fragen beantwortet. Die Veranstaltung fand in der Mensa des Theodor-Heuss-Gymnasiums, Theodor-Körner-Straße 25, statt.

„Ich freue mich, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Stadtteilkonferenz besucht haben, denn das bestätigt meinen Eindruck, dass mehr Information und mehr Bürgerbeteiligung gewünscht ist“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Genau das haben wir mit der Veranstaltung erreicht - einen offenen Dialog zwischen Stadtspitze und den Bürgern.“


Eroeffnung des Bürgermeisters zur Stadtteilkonferenz
Die Dezernenten Georg Möllers (Soziales, Bildung, Jugendamt), Ekkehard Grunwald (Stadtkämmerer), Genia Nölle (Kultur, Ordnungsamt, Feuerwehr) und Dietmar Schwetlick (Stadtplanung, Bauordnung, Ingenieurwesen) berichteten aus ihren jeweiligen Bereichen, zum Beispiel über den U3-Ausbau in Kindergärten, Sanierungen an Schulen, Zusammenarbeit mit den Händlerinitiativen, kulturelle Veranstaltungen und einzelne Baumaßnamen. Dabei hat die Stadtspitze auch über den Umbau des ehemaligen Efeuhauses in ein Haus der Bildung informiert, über das Atelierhaus, das Künstler nutzen, und über das neu eröffnete Gartenband im Landschaftspark Hoheward. Außerdem gab es erste Informationen zu den Überlegungen einer Bewerbung für die Landesgartenschau 2020. Anschließend konnten Bürger Fragen stellen und Anregungen geben.


Stadtteilkonferenz Podium

„Die Stadtteilkonferenz war zugleich ein Experiment und ich bin sehr zufrieden mit diesem Auftakt“, sagt Tesche. „Deshalb werden wir auch in die anderen Stadtteile gehen und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren.“


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