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Klimaschutzpreis: Ausgezeichnete Umwelt-Projekte
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Bürgermeister Axel Tschersich übergab zusammen mit Westenergie-Kommunalmanager Markus Droste die Westenergie Klimaschutzpreise 2025 an die Preisträger*innen. Mit dabei waren Vertreter*innen der Jury, der Verwaltung und des Rates. Foto: Stadt Recklinghausen
Einleitung
Die Recklinghäuser Werkstätten der Diakonie, das Marie-Curie-Gymnasium und die Gruppe „Omas for Future“ sind die Gewinner*innen des diesjährigen Westenergie Klimaschutzpreises.
Haupttext


Einen Anerkennungspreis bekommt die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule. Die Preisverleihung fand am Dienstag, 11. November, im schönsten Rathaus von Nordrhein-Westfalen statt.

Bürgermeister Axel Tschersich, der die Auszeichnung der Preisträger*innen gemeinsam mit Markus Droste, Kommunalmanager der Westenergie AG, vornahm, sagte: „Umweltschutz geht uns alle an. Jede und jeder kann einen Beitrag leisten. Die Projekte, die wir heute auszeichnen, gehen mit gutem Beispiel voran, bringen Menschen zusammen, fördern Umweltschutzgedanken und das Wissen über gesunde Ernährung. Ganz besonders freue ich mich, dass so viele junge Menschen mitmachen und wichtige Zusammenhänge lernen über Natur- und Klimaschutz, Ernährung und Gesundheit.“

Der Klimaschutzpreis wurde zum 21. Mal verliehen. Auch in diesem Jahr hatte die Westenergie AG eine Fördersumme von 5.000 Euro bereitgestellt. „Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Säule des Umweltschutzes“, betont Markus Droste. „Wir freuen uns, dass wir seit vielen Jahren mit der Stadt Recklinghausen engagierte Bürgerinnen und Bürger für vorbildliche Umweltprojekte auszeichnen können.“ 

Platz eins und eine Fördersumme von 2.500 Euro gehen an die Recklinghäuser Werkstätten und ihr Projekt „Zusammen-Wachsen“. Die Jury, bestehend aus Vertreter*innen der Westenergie sowie des Kinder- und Jugendparlamentes und der Stadtverwaltung, würdigte die Idee, Inklusion mit den Themen Bildung und Klimaschutz zu verbinden. Auf einem Gemüsefeld im Emscherland arbeiten Menschen mit Behinderung seit 2024, lernen dort, wann welches Gemüse wächst, wie man es pflegen muss und wie man es erntet. Sie wässern, mähen, ziehen Unkraut, kümmern sich um etwa 50 Hühner sowie zwei Schafe. Ihr so erworbenes Wissen geben die Menschen mit Behinderung an Kinder aus der Umgebung weiter. Etwa 500 Kinder aus Grundschulen und Kindergärten kommen jährlich zu Besuch, um von den Menschen mit Behinderung den respektvollen Umgang mit der Natur und mit Nahrungsmitteln zu lernen.

Der mit 1.500 Euro dotierte zweite Platz geht an das Marie-Curie-Gymnasium (MCG) für die nachhaltige Schulverpflegung. Die Jury überzeugte das mit Unterstützung des Elternvereins umgesetzte Projekt einer eigenen, gesunden MCG-Bistroküche. Eine vollwertige Ernährung mit frischen und vielfach regionalen und saisonalen Bio-Lebensmitteln, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, ist gesund und schützt Ressourcen. Ökologische Landwirtschaft verzichtet auf energieintensiv hergestellte synthetische Dünger und Pestizide und fördert durch den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel Artenvielfalt. Auch im Unterricht, beispielsweise in den Fächern Biologie, Chemie und Sport, sind Ernährung und Gesundheit wichtige Themen. 

Das generationenübergreifende Projekt „Zukunftshelden“ der „Omas for Future“ wird mit dem dritten Platz gewürdigt und mit 1.000 Euro unterstützt. Großeltern und ihre Enkelkinder kochen und gärtnern in der Familienbildungsstätte gemeinsam, beschäftigen sich mit erneuerbaren Energien, gestalten in Upcycling-Projekten Neues aus alten Gegenständen, machen Kunst mit Müll und engagieren sich bei Müll-Sammelaktionen. Diese Unternehmungen und gemeinsame Ausflüge schaffen gerade bei jungen Menschen ein größeres Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln, Natur und Klima, lobte die Jury.

Auch ein Projekt der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule wurde von der Jury ausgewählt und mit einem Futterhäuschen als Anerkennungspreis gewürdigt: das Schulbiotop-Projekt „Green Base“. Das Umfeld der Schule hat eine Aufwertung bekommen, nicht nur optisch, sondern auch ökologisch. Die beteiligten Schüler*innen lernen dabei viel über Zusammenhänge in der Natur.

Von dem Projekt der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule waren die „Omas for Future“ so begeistert, dass sie noch vor Ort bei der Verleihung spontan entschieden, ihr Preisgeld mit der Realschule zu teilen. 

Zum Hintergrund: Der Westenergie Klimaschutzpreis wird in Recklinghausen seit 2004 jedes Jahr verliehen. Im Vordergrund steht dabei das ehrenamtliche Engagement für den Umweltschutz. Für eine Bewerbung müssen folgende Kriterien beachtet werden: eine gute Idee mit Bezug zum Umwelt- und Klimaschutz, Ortsbezug, Nutzen für die Allgemeinheit und Nachhaltigkeit. 

Foto (Stadt RE): Bürgermeister Axel Tschersich übergab zusammen mit Westenergie-Kommunalmanager Markus Droste die Westenergie Klimaschutzpreise 2025 an die Preisträger*innen. Mit dabei waren Vertreter*innen der Jury, der Verwaltung und des Rates.

Datum
11.11.2025


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