Aktuelles Recklinghausen

Titel
Kriegsgräberfürsorge: Sammlung auf dem Altstadtmarkt
Bild
Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders
Einleitung
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) setzt sich seit über 100 Jahren für den Erhalt und die Pflege von Gräbern der Opfer von Krieg und Gewalt ein.
Haupttext

 

Weil der gemeinnützige Verein seine Arbeit zu Dreivierteln aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Sammlungen finanziert, sind in jedem Jahr auch die Städte aufgerufen, zu unterstützen.

Deshalb sind am Samstag, 27. November, wieder Vertreter*innen der Stadt und des Kreises Recklinghausen gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Politik und des Reservistenverbandes in der Altstadt auf Sammeltour unterwegs. Die Sammlung beginnt um 11 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung im Palais Vest, Durchgang zwischen Orangerie und Einzelhandel. Die Spenden kommen neben der Pflege und Instandhaltung der Gräber auch Projekten im Rahmen der Friedenserziehung zu Gute.

„Krieg und Terror sind leider keine Themen der Vergangenheit, sondern auch heute noch allgegenwärtig“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Gerade deshalb hat die Kriegsgräberfürsorge, die seit über 100 Jahren wichtige Arbeit leistet, nach wie vor nicht an Bedeutung verloren, weshalb wir die Sammelaktion gerne unterstützen.“

Der Beigeordnete Dr. Sebastian Sanders ergänzt: „Die Arbeit des Volksbundes ist von unschätzbarem Wert. Gerade in einer Zeit, in der die verbliebenen Zeitzeuginnen und -zeugen des Zweiten Weltkrieges bald nicht mehr befragt werden können, ist es umso entscheidender das Gedenken an diese furchtbare Zeit aufrechtzuerhalten.“

Die Gräber der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror sind nach internationalem und nationalem Recht auf unbegrenzte Zeit zu erhalten und zu pflegen. Für den Verband ist die Kriegsgräberfürsorge aber auch gesellschaftspolitische Arbeit, die für Wachsamkeit gegenüber Vorurteilen, Hass und Gewalt gegen Mitmenschen sensibilisiert. Der VDK ist unabhängig von Parteien und Konfessionen, er bietet allen Mitgliedern der Gesellschaft die Möglichkeit, sich aktiv für Toleranz und Frieden einzusetzen.

Der VDK ist auch in Recklinghausen aktiv. Hier gibt es mehrere hundert Kriegsgräber, die von ihm gepflegt werden, auf allen großen Friedhöfen. Und auch die Suche nach Vermissten ist eine zentrale Aufgabe, denn es gibt immer noch viele Menschen, die ihren im Krieg gefallenen Vater, Onkel oder Großvater finden möchten.

Die hellblauen Dosen mit dem Wort „Danke“ in großen Lettern werden nicht nur bei der Sammlung in der Altstadt eingesetzt, sondern auch zu verschiedenen Veranstaltungen mitgenommen, die die Vertreter*innen von Stadt und Politik besuchen.

 

Über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Gegründet wurde der VDK am 16. Dezember 1919 in Berlin von einer kleinen Gruppe Menschen, die Krieg und Gewalt erlebt hatten. Der Versailler Vertrag legte die Erhaltung aller Kriegsgräber für die am Krieg beteiligten Nationen verbindlich fest. In Deutschland konnte der staatliche Gräberdienst diese Verpflichtung weder personell noch finanziell leisten. Dadurch übernahm der VDK als private Person diese hoheitliche Aufgabe und erfüllt sie bis heute. Deutsche Kriegsgräber gibt es in etwa 100 Ländern der Welt. In direkter Obhut des VDK befinden sich derzeit circa 832 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern.

 

Anhang

Pressefoto: Sozialdezernent Dr. Sebastian Sanders wirbt für die Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Foto: Stadt RE

Datum
19.11.2021


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