Aktuelles Recklinghausen

Titel
Arbeiten an der Trabrennbahn schreiten voran
Bild
Turm Trabrennbahn
Einleitung
Der Funk- und Werbeturm an der Trabrennbahn in Recklinghausen ist seit Mitte November Geschichte. Die Arbeiten zur Umwandlung durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER) zu einem modernen Wohnquartier schreiten weiter voran.
Haupttext


Der nächste Schritt sieht nun den Bau eines Lärmschutzwalls zur Autobahn A2 vor, wofür das Gelände gerodet werden muss. Eine umfangreiche Aufforstung ist bereits geplant.

Es handelt sich um einen 7,5 Hektar (ha) großen Forst- und Baumbestand, dessen Rodung mit dem Aufforsten von 11,25 ha Wald ausgeglichen wird. Die Bäume müssen außerdem gefällt werden, weil das zu bebauende Gelände kampfmittelbeeinflusst ist. Darüber hinaus ändern sich die meisten Bestandshöhen im Zuge der Entwicklung zu einem innovativen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Wohnquartier. Die Bäume sind über die Jahre wild gewachsen und von minderer Qualität, beispielsweise zahlreiche Birken. Die Rodungsarbeiten, die diese Woche beginnen, erfolgen unter ökologischer Baubegleitung durch das Büro Landschaft + Siedlung aus Recklinghausen.

Klimaangepasste Aufforstung
Die neuen Waldflächen, die entstehen, zeichnen sich durch besonders klimaresiliente Baumarten aus. Das heißt, dass sich diese Bäume an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen können, die der Klimawandel bereits verursacht hat. Dies geschieht durch die große Durchmischung verschiedener Baumarten, einem großen Anteil an eher wärme- und trockenheitsverträglichen Sorten sowie der Pflanzung möglichst junger Exemplare. Insgesamt werden circa 41.000 Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Die Aufforstung ist in zwei Teilen geplant. 6,6 ha Wald werden bereits im Frühling bzw. Herbst 2021 wieder aufgeforstet – und zwar im Stadtgebiet Recklinghausen: unter anderem im Bereich der Mollbecke, des Lohwäldchens und der Brandheide. Für die restlichen 4,65 ha Baumbestand befindet sich die Stadt derzeit in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Wald + Holz. Geplant ist der zweite Teil der Aufforstung bis Ende März 2022. 

Bei der Rodung werden außerdem qualitativ hochwertige Höhlenbäume separiert, deren Baumstämme zu sogenannten Totholzpyramiden zusammengestellt werden, die als Nist- und Winterquartiere für höhlenbewohnende Vogel- und Fledermausarten dienen. Darüber hinaus erfüllt die Stadt nicht nur die formalen Aufforstungsmaßnahmen, sondern nimmt auch umfangreiche Baumpflanzungen im Bereich der Erschließungsstraßen vor, entlang der Seepromenade sowie in den Grün- und Freianlagen und auf dem Lärmschutzwall des neuen Wohnquartiers auf der Trabrennbahn. Insgesamt sollen hier rund 700 neue Bäume gepflanzt werden. 

Auf dem lange brachliegenden Gelände der Trabrennbahn soll ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wohnquartier mit Vorbildcharakter entstehen. Eckpfeiler des Konzepts sind dabei Klimaneutralität, alternative Mobilitätskonzepte, die Anlage großzügiger Grün- und Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Aufenthaltsangeboten, eine Durchmischung diverser Wohn- und Lebensformen zur Schaffung eines lebendigen Stadtteils, die Ansiedlung zentraler Versorgungseinrichtungen sowie die Verknüpfung zum Bestandsquartier Hillerheide zur Begünstigung eines Stadtteils der kurzen Wege. Von dem neu angelegten Wohnquartier profitieren nämlich nicht nur die zukünftigen Bewohner*innen, sondern auch die unmittelbare Nachbarschaft bzw. der gesamte Stadtteil Hillerheide. 

Hintergrund „Wohnen am Wasser“ in Hillerheide

Das 34 Hektar große Areal liegt seit der Insolvenz des Trabrennvereins 2003 brach. Im Rahmen der Erstellung des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts Hillerheide (ISEK Hillerheide) im Jahr 2015 hat die Stadt Recklinghausen unter Beteiligung der Bürgerschaft die Neuordnung und Nutzbarmachung der ehemaligen Trabrennbahn als eines von fünf Leitprojekten der Stadtentwicklung festgelegt. 

Im Jahr 2016 einigte sich eine große Anzahl von Bürger*innen, Politiker*innen und Fachleuten mit großer Mehrheit auf das Konzept des Planungsbüros reicher haase associierte GmbH (RHA) aus Dortmund, das die Erstellung eines Rennbahnsees beinhaltet. Die Idee „Wohnen am Wasser“ war geboren. 

Anfang 2021 soll die aktuelle Masterplanung für das Projekt der Politik vorgestellt werden. Anschließend soll eine Bürgerinformation durchgeführt werden.

 

Datum
07.01.2021


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