Aktuelles Recklinghausen

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Immaterielles Kulturerbe Friedhofskultur: Aktion Friedhöfe auszeichnen
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Gemeinsam präsentierten am Nordfriedhof Bürgermeister Christoph Tesche (l.), Abteilungsleiterin Sandra Pawlowski und der Technische Beigeordnete Broschüren und das Schild zum Immateriellen Erbe Friedhofskultur. Foto: Stadt RE
Einleitung
Die acht städtischen Friedhöfe von Recklinghausen stehen nun im Zeichen des immateriellen Kulturerbes der Friedhofskultur. Am Freitag, 18. September, wurde dazu in Anwesenheit von Bürgermeister Christoph Tesche ein entsprechendes Schild am Haupteingang von Recklinghausens größtem Friedhof, dem Nordfriedhof, vorgestellt.
Haupttext


Auch auf den anderen sieben kommunalen Friedhöfen wurden bereits Schilder aufgestellt, um so auf die wichtige Bedeutung der Friedhofskultur für Recklinghausen aufmerksam zu machen.  

Recklinghausen ist damit Teil eines bundesweiten Netzwerks von aktuell 122 Städten mit mehr als 300 Friedhöfen, die den diesjährigen Tag des Friedhofs am 20. September der Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe widmen. Darunter auch die Hauptstadt und Ruhrgebietsstädte wie Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen, darauf wies der Technische Beigeordnete und Erste Betriebsleiter der für die städtischen Friedhöfe zuständigen Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR), Norbert Höving, hin.

Bereits im März hatte die Kultusministerkonferenz auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission diese Ernennung zum immateriellen Kulturerbe beschlossen. Allerdings ging die Auszeichnung im Corona-Lockdown unter, weshalb jetzt mit der Aktion „Friedhöfe auszeichnen“ auf dieses vielschichtige Kulturerbe aufmerksam gemacht wird. 

Bürgermeister Christoph Tesche begrüßt die Auszeichnung und hob auch die wichtige soziale Funktion der Friedhöfe hervor. Er sagte: „Es sind nicht die Friedhöfe an sich zum immateriellen Kulturerbe ernannt worden, sondern die Friedhofskultur, also das Trauern, Erinnern und Würdigen. Hier auf dem Nordfriedhof findet man die Grabstätten von vielen Bürgerinnen und Bürgern, deren Namen eng mit der Geschichte der Stadt Recklinghausen verbunden sind. Es wurde hier etwa 1966 Otto Burrmeister, der Mitbegründer der Ruhrfestspiele, beigesetzt. Der Friedhof ist auch ein Ort der Lebenden. Er erweist sich als Treffpunkt für Familien oder Angehörige. Dazu gehört auch die Friedhofsgestaltung, die Gestaltung der Gräber als kleine Gärten der Erinnerung. Auch die Nutzung des Friedhofs als soziale Begegnungsstätte und das Pflegen und Weiterentwickeln sind ein Teil des immateriellen Kulturerbes.“

Auch zeigt sich dieser Kulturraum über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg als ein Ort der Integration und des Friedens. Nicht zu vergessen ist die Bedeutung der Friedhöfe für den Naturschutz, zum Beispiel auch als Ort der Biodiversität. 

Grundvoraussetzung für die Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe war für die UNESCO „die Lebendigkeit der kulturellen Ausdrucksform“. Es geht auch um deren zeitgerechte Weiterentwicklung. So werde man auch in Zukunft Bestattungsformen anbieten, die den Wünschen der Menschen entsprechen wie naturnah gestaltete oder pflegeleichte bzw. pflegefreie Grabformen, sagte Sandra Pawlowski, Abteilungsleiterin für Friedhofs- und Bestattungswesen bei den KSR. 

Die Auszeichnung der Friedhöfe hat das „Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur“ initiiert, das sich der Pflege und Weiterentwicklung dieses Kulturerbes verschrieben hat. 

Umfangreiche Informationen über die Friedhofskultur in Deutschland, die Ernennung zum immateriellen Kulturerbe und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft unter www.kulturerbe-friedhof.de

 

 

 

Datum
21.09.2020


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