Aktuelles Recklinghausen

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Feuerwehr Recklinghausen stellt drei neue Einsatzfahrzeuge vor
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Der neue Fuhrpark der Feuer- und Rettungswache der Stadt Recklinghausen. Foto: Feuerwehr RE, Christian Schell
Einleitung
Ab sofort verstärken drei Neuzugänge die Feuerwehr Recklinghausen: eine Drehleiter und zwei neue Wechselladerfahrzeuge. Die drei Einsatzfahrzeuge sind nun bereit für ihren Jungferneinsatz.
Haupttext


„Die neue Drehleiter stellt die Leistungsstärke unserer Feuerwehr sicher“, sagt Bürgermeister Tesche. „Drehleitern zählen zu den wichtigsten Rettungsmitteln im Fuhrpark der Feuerwehr, weil sie in erster Linie der unmittelbaren Menschenrettung dienen. Wenn diese Fahrzeuge im Einsatz sind, kommt es tatsächlich auf Sekunden an.“ Drehleitern dienen aber nicht nur der Rettung von Leben, sondern werden auch für technische Hilfe und Brandbekämpfung eingesetzt. 

Die neue Drehleiter der Marke Magirus auf einem Fahrgestell des Herstellers MAN ist nahezu baugleich zum Vorgängerfahrzeug aus dem Jahr 2016 und wird im Löschzug der hauptamtlichen Wachabteilung an der Feuer- und Rettungswache eingesetzt. „Von der Investition profitiert nicht nur die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, sondern auch die freiwillige Feuerwehr“, erläutert Ekkehard Grunwald.

„Das sogenannte teleskopierbare Knickgelenk des neuen Fahrzeugs ist in der Lage, gerade auch schwierige Stellen zu erreichen“, sagt Thorsten Schild, Leiter der Feuerwehr. Zu der Ausstattung gehören unter anderem auch ein Stromgenerator, ein Hochleistungslüfter, eine 30 Meter lange Wasserleitung und Atemschutzgeräte. Darüber hinaus ist in dem Fahrzeug ein Sicherheitssystem verbaut, welches bei der Inbetriebnahme den Luftraum oberhalb des Hubrettungssatzes ausleuchtet. Dies ist nützlich, sodass die Einsatzkräfte beispielsweise Stromleitungen und andere Hindernisse rechtzeitig wahrnehmen können. Die Drehleiter verfügt außerdem über ein Abbiegeassistenzsystem in Form von einer Kamera, die den toten Winkel überwacht, um so die Gefahr von Abbiegeunfällen zu minimieren. „Die neue Drehleiter hat 735.000 Euro gekostet“, fasst Schild zusammen. 

Für die Feuerwehr Recklinghausen ein Novum: die zwei neuen Wechselladerfahrzeuge und drei Abrollbehälter. Diese ersetzen den bisherigen Rüstwagen und den Gerätewagen-Gefahrgut, die bereits 19 bzw. 23 Jahre alt waren. Der Ausschuss für Verkehr, Feuerwehr und Tiefbau entschied sich nun für die Etablierung eines Wechselladerkonzepts mit Abrollbehältern. „Durch dieses Konzept werden wir wartungsärmer“, erklärt Grunwald. 

Die neuen Abrollbehälter können – je nach Einsatz und Bedarf – auf eines der beiden Wechselladerfahrzeuge aufgesattelt werden. „Durch das einfache Aufnehmen eines Abrollbehälters auf ein Trägerfahrzeug und dem ebenso einfachen Abstellen an der Einsatzstelle sind wir flexibler“, erläutert Schild weiter. Den Zuschlag für die Lieferung der beiden Fahrzeuge erhielten die Firmen Scania und Hiab. 

Das erste Wechselladerfahrzeug ist dreiachsig konzipiert und soll zusätzlich für die Fahrerlaubnisausbildung eingesetzt werden. Zuvor wurde der LKW-Ladekran für die Ausbildung genutzt. Nach dessen technischen Ausfall musste die komplette Fahrerlaubnisausbildung an externer Stelle erfolgen. Die Anschaffung dieses Fahrzeugs hat die Stadt Recklinghausen nun 266.000 Euro gekostet. Der zweite Einsatzwagen ist vierachsig und verfügt zusätzlich über einen Kran. Hierdurch entstand eine Beschaffungssumme von 395.000 Euro. In beiden Fahrzeugen ist ebenfalls ein Abbiegeassistenzsystem in Form von einer Kamera verbaut.

Der Abrollbehälter-Rüst ersetzt den 19 Jahre alten Rüstwagen und ist mit einer Ladebordwand und einem Palettiersystem ausgestattet, welches die Entnahme von bis zu neun Beladungscontainern möglich macht. „Die Beladungscontainer sind außerdem allesamt kranbar gestaltet, sodass auch ein Absetzen der Container über Hindernisse hinweg möglich ist“, sagt Thorsten Nörenberg als zuständiger Abteilungsleiter Technik der Feuerwehr. Die Beladung des Behälters umfasst Equipment zur schweren, technischen Hilfe, sodass Verletzten bei Verkehrsunfällen umgehend geholfen werden kann – ob im normalen PKW oder im erhöhten Fahrerhaus eines LKW. Die Gerätschaften des Abrollbehälters sind akkubetrieben. Der Behälter wurde von der Firma GSF Sonderbau gebaut und hat die Stadt Recklinghausen 150.000 Euro gekostet. 

Der zweite Abrollbehälter ersetzt den 23 Jahre alten Gerätewagen-Gefahrgut. Dieser ist für den Einsatz mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahrgütern ausgestattet und umfasst Schutzkleidung und die spezielle Ausrüstung für Einsätze dieser Art. Auch dieser Abrollbehälter kommt von der Firma GSF Sonderbau und hat die Stadt 147.500 Euro gekostet. 

Die Beschaffung des Abrollbehälters-Mulde hat die Stadt 18.000 Euro gekostet und erfolgte über die Firma Bruns. „Als Besonderheit ist dieser Behälter mit einer befahrbaren Klappe ausgestattet und flüssigkeitsdicht. Mittels zweier Eingänge kann er zudem geflutet werden, sodass er unter anderem bei Großbränden für die Löschwasserpufferung zum Einsatz kommen kann“, erklärt der Feuerwehr-Chef. 

„In den vergangenen Wochen und Monaten fanden Einweisungen und Schulungen der Mitarbeitenden in die Technik und Fahrweise der Fahrzeuge sowie der Abrollbehälter statt. Die Einweisung der Kameradinnen und Kameraden der ehrenamtlichen Löschzüge erfolgt pandemiebedingt in den kommenden Monaten“, ergänzt Thorsten Schild. 

Datum
13.07.2020


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