Aktuelles Recklinghausen

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Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Lohtor-Friedhof abgeschlossen
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Einleitung
Mit der erfolgreichen Endabnahme ist es offiziell: Die Sanierungsarbeiten am Lohtor-Friedhof sind abgeschlossen. Das Ergebnis präsentierte am Dienstag, 16. Juni, Bürgermeister Christoph Tesche gemeinsam mit Vertreter*innen der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR), der Kirchengemeinde St. Peter und der Zentralrendantur.
Haupttext


„In den Monaten vor Beginn der Sanierungsarbeiten ist uns immer wieder Kritik am Zustand des ältesten Friedhofs der Stadt zu Ohren gekommen“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Umso mehr freue ich mich, dass dieser ruhige Ort am Rande der Altstadt nun würdevoll und der Geschichte Recklinghausens angemessen wiederhergestellt wurde.“ 

Nach einer Standsicherheitsprüfung im September 2019 wurden mehrere Grabmäler als verkehrsunsicher bemängelt. Als erste Maßnahme haben die KSR sämtliche Gefahrenstellen mit Bauzäunen und Abstützungen gesichert. Im Oktober 2019 erfolgte die Beauftragung des Sachverständigenbüros Dipl. Ing. Andreas Röder zur Begutachtung der 17 bemängelten Grabmäler. Dieser schätzte die Kosten für die Wiederherstellung der Standsicherheit der überwiegend nur noch teilweise vorhandenen Grabmäler auf insgesamt etwa 85.000 Euro. 

„Aufgrund der stadtgeschichtlichen Bedeutung des gesamten Geländes haben wir uns gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Peter, dem Verein für Orts- und Heimatkunde und der Zentralrendantur Recklinghausen für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen entschieden“, erklärt Uwe Schilling, Betriebsleiter der KSR. 

Vom Gutachter wurden hauptsächlich verrottete sowie nicht mehr vorhandene Fugen und Fundamente festgestellt. Um diese Schäden zu beheben, mussten die Grabmäler in ihre Bauteile zerlegt werden. Die anschließend gereinigten Einzelteile wurden dann wieder Stück für Stück auf den von den KSR erstellten Fundamenten neu errichtet. 14 Grabmäler konnten so erhalten werden. Im Februar 2020 wurde nach der Ausschreibung der Leistungen durch die katholische Kirche die Firma Nüthen Restaurierungen GmbH + Co. KG aus Bad Lippspringe mit der Instandsetzung beauftragt. Die Auftragssumme belief sich auf etwa 68.000 Euro. 

Die Prüfung zur denkmalrechtlichen Eintragung des Friedhofes ist in Zusammenarbeit zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt bereits fortgeschritten. „Die Gesamtfläche als Einheit erfüllt die Voraussetzungen eines Denkmals nicht. Die Gründe dafür liegen vor allem in den gravierenden Veränderungen, die der Friedhof im Laufe der Jahre erfahren hat. Erfreulicherweise können aber einige Grabmäler als Denkmal eingetragen werden“, sagt Denkmalschutzbeauftragte Luitgard Péron.

Hintergrund: Der Lohtor-Friedhof
Der Lohtor-Friedhof ist der älteste Friedhof der Stadt Recklinghausen. Hier liegen die Toten vieler Jahrhunderte begraben, vor allem bedeutende Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft wie beispielsweise Anton Wiggermann, Friedrich Hagemann und Theodor Kemna. Eine Besonderheit ist die Gruft der Familie Reitzenstein und die Kreuzigungsgruppe am Friedhofseingang. Auch die Gedenkstätte vor dem Lohtorfriedhof für die in den Weltkriegen gefallenen Recklinghäuser macht diesen Ort nahe der Altstadt besonders. Für den Erhalt der Friedhofskultur setzt sich der Verein für Orts- und Heimatkunde ein. 


Pressefoto: Die imposante Gruft der Familie Reitzenstein ist eine der zahlreichen erhaltenswerten Ruhestätten auf dem Lohtor-Friedhof. Das Ergebnis der umfangreichen Sanierungsarbeiten präsentierten am Dienstag, 16. Juni (v.l.): Ludger Mennemeier von der Zentralrendantur Recklinghausen, Georg Möllers, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Winfried Hoff aus dem Kirchenvorstand, Denkmalschutzbeauftragte Luitgard Perón, Bürgermeister Christoph Tesche, KSR-Betriebsleiter Uwe Schilling und Jürgen Pohl vom Verein für Orts- und Heimatkunde.  

 

Datum
17.06.2020


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