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Bürgermeister lässt im Stadtgebiet fast 500 neue Bäume pflanzen
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An der Mährenfurt stehen bereits 33 neue Bäume. Bürgermeister Christoph Tesche stellte das Pflanzprogramm der Stadt, bei dem fast 500 Bäume über das Stadtgebiet verteilt werden, mit Klaus Zweiböhmer (KSR), Norbert Höving (Technischer Beigeordneter), Sven Greuel, Stefan Frackowiak (beide KSR), Christin Stienegerd und Johannes Quinkenstein (v.l.) vor.
Einleitung
Fast 29.000 Einzelbäume gibt es in der Stadt, hinzu kommen etwa 15.000 Bäume, die in Baumgruppen stehen. In diesem Herbst kommen fast 500 Bäume dazu.
Haupttext


Bereits vor Monaten hatte Bürgermeister Christoph Tesche den Arbeitsauftrag erteilt, im gesamten Stadtgebiet nach geeigneten Standorten für die breit angelegte Pflanzaktion zu suchen. Insgesamt investiert die Stadt rund 490.000 Euro die Neu- und Nachpflanzungen.

„Nicht erst seit der durch ,Fridays for Future‘ forcierten Diskussion wissen wir, wie wichtig Bäume für das Klima sind. Ein Baum ist ein zuverlässiger Sauerstofflieferant, er ist auch Staubfänger, bindet Schadstoffe und spendet Schatten“, erklärte Bürgermeister Christoph Tesche bei einem Ortstermin an der Mährenfurt. Dort hat die Firma Angendohr in den vergangenen Tagen 22 Hopfenbuchen und zehn Feldahorne gepflanzt.

Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus verschiedenen Fachbereichen hatte über den Sommer hinweg geeignete Standorte für die neuen Bäume gesucht. Nicht jede Stelle, die der Laie für geeignet hält, bietet für einen Baum tatsächlich ideale Bedingungen. „Der Boden muss eine bestimmte Beschaffenheit haben, manchmal verlaufen unter Grünflächen aber auch Versorgungsleitungen, die einer Neupflanzung im Wege stehen“, erläuterte KSR-Bereichsleiter. Angesichts anhaltend heißer Sommer pflanzen die KSR nun nur noch im letzten Quartal eines Jahres.

An der Mährenfurt wurde bereits im Jahr 2015 eigens eine Hopfenbuche als sogenannter Zeigerbaum gepflanzt. Dieser hat sich hervorragend entwickelt und so wurde entschieden, auf der Fläche 22 weitere Exemplare zu platzieren. Für den Standort ist auch der Feldahorn, der unter Experten als anspruchsloser Baum bekannt ist, bestens geeignet.

Auf der langen Pflanzliste sind Standorte, an denen mehrere Bäume wie an der Mährenfurt gepflanzt werden, ebenso enthalten, wie Flächen auf denen ein einzelner Baum platziert wird. Systematisch haben die Fachleute der Verwaltung städtische Flächen, zum Beispiel auch Standorte von Kindertagesstätten, Schulen oder Sportanlagen, unter die Lupe genommen. Gepflanzt werden die neuen Bäume noch bis in den Dezember.

Eine größere Anzahl von Bäumen ist nicht nur an der Mährenfurt gepflanzt worden. 27 Bäume werden an der Sport- und Freizeitwiese Hinsberg platziert, 24 in Abstimmung mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Speckhorn auf einer Streuobstwiese an der Christophstraße. Auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wird ein Baumhasel gepflanzt, am Jugendzentrum Südpol eine Linde. Und auch auf den acht städtischen Friedhöfen sind die Fachleute fündig geworden. Dort werden insgesamt 53 zusätzliche Bäume gepflanzt.

„Natürlich haben wir auch darauf geachtet, dass Baumarten ausgewählt wurden, die für den speziellen Standort auch geeignet sind“, erklärte Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grünpflege bei den KSR. Geachtet wird auf eine Durchmischung der Bestände, um im Falle einer baumspezifischen Erkrankung nicht alle Bäume zu verlieren. Gepflanzt werden zum Beispiel auch: Spitzahorn, Hainbuche, Ginko, Platane, Eiche, Linde. „Bei den fast 500 Bäumen soll es nicht bleiben, wir werden auch im neuen Jahr weiter intensiv nach geeigneten Standorten zu suchen, um den Baumbestand in unserer Stadt weiter zu ergänzen“, kündigte Tesche an.

Der Bürgermeister machte aber auch deutlich, dass es auch künftig in der Stadt zu Baumfällungen kommen werde. „Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, an einem Schulstandort einen Erweiterungsbau zu errichten, oder aber die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Stadtentwicklung muss auch weiterhin möglich sein. Wir werden, wie bisher bereits geschehen, stets sorgsam abwägen, ob es zur Fällung nicht tatsächlich Alternativen gibt. Durch die aktuelle Klimadebatte ist die Sensibilität auf allen Ebenen noch einmal größer geworden“, sagte Tesche.

Info:

Generell werden die Bäume, die in Recklinghausen gepflanzt werden, nach einer Liste ausgewählt, die die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) entwickelt hat. Grundlage für die Bewertung der Bäume und ihrer Eignung sind unter anderem die Erfahrungen des „GALK-Arbeitskreises Stadtbäume“ und die Ergebnisse der vom Arbeitskreis durchgeführten Straßenbaumtests, die an das Straßenbaumkonzept der Stadt eingeflossen sind.

Maßgebende Kriterien für die Beurteilung der Baumarten und -sorten für ihre Verwendung im städtischen Straßenraum sind vor allem:

  • morphologische und physiologische Eigenschaften (Wuchskraft, Kronen-, Stamm- und Wurzelbildung, Habitus, Lichtdurchlässigkeit usw.),
  • Standortansprüche (Klima, Boden, Wasser, Lichtbedarf),
  • gärtnerischer Aufwand (Verbesserung der Wachstumsbedingungen, Pflegeaufwand)
  • Erfahrungen über Lebenserwartung, Widerstandsfähigkeit gegen Umweltbelastungen aller Art, extreme Wachstumsverhältnisse,
  • Verkehrssicherheit (Stand- und Bruchsicherheit),
  • Regionale Besonderheiten und Erfahrungen (auch regionale Einschränkung des Verwendungsbereiches),
  • Verwendungsmöglichkeiten für besondere Fälle.

„Die Kommunalen Servicebetriebe RE betreiben tatsächlich erheblichen Aufwand, um den Baumbestand in der Stadt zu pflegen und zu schützen“, betonte Bürgermeister Tesche. Er verwies auch auf die gesetzliche Verpflichtung zur regelmäßigen Überprüfung des öffentlichen Baumbestandes, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.
Dazu ist eine regelmäßige Überprüfung notwendig, um neu entstehende Schäden zu erkennen und die erforderlichen Sicherungsmaßnahem zu treffen.

Um diesen Anforderungen zu entsprechen, haben die KSR ein digitales Baumkataster aufgebaut. Über diese Datenbank wird das Pflege- und Kontrollmanagement abgewickelt. Außerdem werden die Kontrolldaten zur Rechtssicherheit bei Schadenfällen im System vorgehalten. Verschiedene Auswertungen können in diesem Programm gefahren werden.

Im geografischen Informationssystem sind die Bäume verortet, damit ihr Standort auch visuell festgelegt werden kann. Zusätzlich erhalten die Bäume, wenn notwendig, Plaketten mit der im Baumkataster vergebenen Nummer. Diese werden auf einer Metallplakette am Baum befestigt, um sie im Bestand noch leichter auffinden zu können.

Die aufgenommenen Bäume werden von zwei zertifizierten Baumkontrolleuren in regelmäßigen Abständen, im Rahmen einer visuellen Zustands- und Gesundheitsüberprüfung, überwacht. Die Kontrolle erfolgt mit Tablets vom Boden aus. Hierbei werden die aktuellen Daten (Vitalität, Schäden Maßnahmen) aufgenommen. Anschließend werden die Daten wieder in das Hauptsystem überführt und ggf. entsprechende Pflegeaufträge generiert und abgearbeitet.

Datum
27.11.2019


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