Aktuelles Recklinghausen

Titel
Stadt setzt Maßnahmen zu Stabilisierung des Wasserstands im Südparkteich um
Bild
Der Teich im Südpark aus der Vogelperspektive. Foto: Stadt RE
Einleitung
Der zeitweise niedrige Wasserpegel des Teichs im Südpark war in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand von Anfragen besorgter Bürger*innen.
Haupttext


Die Verwaltung hat daraufhin mehrere Ansätze geprüft und wird nun Maßnahmen zur Stabilisierung umsetzen.

Im Fokus dabei steht zum einen die Reaktivierung des Grundwasserbrunnens zur Sicherung des Wasserspiegels, zum anderen prüfen die städtischen Fachbereiche 60 und 62 ergänzende Maßnahmen zur Zuführung von Regenwasser.

Zum Hintergrund: Der Südparkteich wurde in den frühen 1990er-Jahren angelegt und durch eine Folie ausgekleidet, um den Wasserstand zu halten. Altersbedingte Folienundichtigkeiten führten jedoch in den vergangenen Jahren zu sinkenden Pegeln bei trockenen Perioden, beeinträchtigten die Wasserqualität und damit den Lebensraum. Daher wurden nachhaltige Lösungen zur Sicherung des Teichs sowie ein klimagerechtes Regenwassermanagement geprüft – mit dem Ziel, den Südparkteich als ökologisch wertvollen Erholungs- und Lernort langfristig zu erhalten.

Als erste Maßnahmen werden zeitnah im Bereich des Südparkteichs notwendige Gehölzschnittarbeiten durchgeführt. Ziel ist es zum einen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, aber auch die Vitalität des Baumbestandes zu fördern und den ökologischen Zustand des Teichs nachhaltig zu verbessern. Durch die Reduzierung übermäßiger Beschattung sowie den Rückschnitt pflanzlicher Bestände, die Nährstoffe ins Wasser abgeben, lässt sich die Wasserqualität positiv beeinflussen. Die Arbeiten erfolgen außerhalb der Brut- und Setzzeit und werden von Fachkräften der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) unter ökologischen Gesichtspunkten umgesetzt.

Zur Stabilisierung des Wasserstands am Südparkteich wird darüber hinaus der vorhandene Grundwasserbrunnen reaktiviert. Die geplanten Maßnahmen umfassen die technische Instandsetzung des Brunnens sowie die Installation einer energieeffizienten Pumpe. Es wird gezielt so viel Grundwasser zugeführt, wie zur Erreichung eines ökologisch ausgewogenen Wasserstands notwendig ist. Die Reaktivierung ist ein erster Schritt, den Teich vor drohender Eutrophierung (Nährstoffanreicherung/-überangebot) zu schützen – zugunsten beispielsweise von Insekten, Wasservögeln und Uferpflanzen.

Zusätzlich prüfen Mitarbeitende der städtischen Fachbereiche 60 (Klima und Umweltschutz) und 62 (Ingenieurwesen), inwieweit eine Abkopplung des Regenwassers umliegender Gebäude vom Mischwassersystem oder die Einleitung oberflächennahen Drainagewassers den Wasserstand im Teich langfristig stabilisieren kann. Derzeit gelangt das Oberflächenwasser vieler Dach- und Hofflächen gemeinsam in die Mischwasserkanalisation, wodurch wertvolles Niederschlagswasser verloren geht. Eine Abkopplung würde Regenwasser dezentral versickern, verdunsten oder gezielt dem Teich zuführen. Die damit einhergehende Entlastung die Kanalisation reduziert folglich auch das Risiko von Überläufen bei Starkregen.

Die Stadt setzt somit in Summe auf eine Kombination aus technischer Brunnensanierung, natürlicher Hydrologie durch Gehölzmanagement und Entwässerung, um den Südparkteich dauerhaft zu stabilisieren. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter Berücksichtigung ökologischer Belange und schafft zugleich bessere Lebensräume sowie eine resilientere, also eine sich schneller erholende und widerstandsfähigere, städtische Wasserversorgung.

Datum
20.11.2025


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