Aktuelles Recklinghausen

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KSR sagen „Danke“ und starten Aktion zur Biotonne
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DANKE Aktionslogo Rechte Umweltbundesamt
Einleitung
So geht erfolgreiches Bioabfall-Recycling: Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) beteiligen sich an der bundesweiten DANKE-Aktion zur Biotonne und verschenkten 100 Design-Vorsortierbehälter BiOTONi. 
Haupttext


Hinweis: Die Behältnisse sind bereits vergriffen.

Deutschlandweit sammeln die Bürger*innen in Millionen von Biotonnen doppelt so viele Bioabfälle wie vor 25 Jahren. Etwa 1.200 Kompost- und Vergärungsanlagen stellen aus circa fünf Millionen Tonnen Kartoffel-, Bananen- und Eierschalen und vielen weiteren Küchen- und Gartenabfällen aus den Tonnen etwa 2,5 Millionen nährstoffreichen Kompost für die Landwirtschaft und den Gartenbau sowie Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung her. 

Mit der bundesweiten DANKE-Aktion zur Biotonne loben und beschenken deshalb jetzt die KSR gemeinsam mit mehr als 60 weiteren Städten und Landkreisen, dem Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU und etlichen Verbänden die Bürger*innen. 

„Für die Umwelt lohnt es sich allemal, Bioabfälle im Haushalt zu trennen. Das betonen wir bei den KSR immer wieder“, sagt Katrin Kiesel, Bereichsleiterin Bürgerservice der KSR. „Die Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser gehen mit gutem Beispiel voran und dafür möchten wir ihnen jetzt danken. Die Aktion zur Biotonne ist dafür ideal.“ 

Bettina Rechenberg, Leiterin des für Kreislaufwirtschaft zuständigen Fachbereichs III im Umweltbundesamt, sagt: „Das Recycling von Bioabfällen in Deutschland ist ein Erfolg und beruht auf der großartigen Leistung von Millionen engagierter Bürgerinnen und Bürger, die kompostierbare Haushaltsabfälle konsequent trennen in der Biotonne sammeln oder an Grünschnittsammelstellen abgeben.“  Im Bundesdurchschnitt werden jährlich 56 Kilogramm pro Einwohner*in gesammelt – Tendenz steigend. Recklinghausen liegt sogar über diesen Werten. Im Jahr 2020 haben die Recklinghäuser*innen circa 82 Kilogramm Bioabfälle pro Kopf gesammelt. 

Biotonne und Kompost: Recycling mit maximaler Transparenz

Rechenberg sagt weiter: „Bei wohl keiner anderen Abfallart lässt sich Recycling für jede und jeden so einfach nachvollziehen wie bei den Bioabfällen: Denn die Kompostanlage meist in direkter Nähe in der Region macht auf eine natürliche Weise innerhalb von sechs bis acht Wochen aus unseren Küchen- und Gartenabfällen nährstoffreiche Komposterde.“ Etwa 1.200 Kompostier- und Biogasanlagen in Deutschland stellen aus den 5 Millionen Tonnen Abfällen aus den Biotonnen rund 2,5 Millionen Tonnen Kompost her. Damit kann eine landwirtschaftliche Fläche knapp halb so groß wie das Saarland gedüngt werden. Das spart große Mengen an energieintensivem Kunstdünger.

In manchen Biotonnen zu viel Luft nach oben

Bioabfälle werden deutschlandweit bereits in großen Mengen getrennt erfasst und verwertet, aber es gibt in vielen Tonnen noch deutlich Luft nach oben. Denn viele kompostierbare Küchenabfälle landen in der Restmülltonne, und deren Inhalt wird verbrannt. Eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Sommer 2020 zeigt, dass unser Restmüll zu fast 40 Prozent aus Bioabfällen besteht; das sind jährlich 50 Kilogramm pro Kopf verschwendete Biomasse, aus der über die Biotonne wertvoller Kompost und Biogas gewonnen werden könnten. Bioabfall ist der größte ungenutzte Rohstoff in der Restmülltonne. Im Detail handelt es sich dabei um: 

- 45 Prozent ungekochte Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeefilter, Kartoffeln und Eierschalen,
- etwa 25 Prozent gekochte und zubereitete Nahrungsabfälle wie zum Beispiel Speisereste, Fisch, Fleisch und Milchprodukte,
- circa 18 Prozent verpackte Lebensmittel, die vor einem Wurf in die Biotonne von Plastik- und anderen Verpackungen befreit werden müssen, und knapp zehn Prozent Gartenabfälle. 

Kein Zutritt zur Biotonne

Bioabfälle sind der Natur so nahe wie sonst keine Abfälle im Haushalt, denn der gewonnene Kompost wird auf dem Acker, in Parks oder im Garten als Bodenverbesserungsmittel eingesetzt – und dort sind beispielsweise Plastikfetzen oder Glasscherben absolut tabu. Der größte Feind der Biotonne sind deshalb Abfälle aus Plastik, Glas und Metallen. Manche denken, eine Plastiktüte, ein Marmeladenglas oder einen Quarkbecher holen die Mitarbeiter*innen bei der Müllabfuhr einfach wieder raus. Völlig falsch gedacht: Der technische Aufwand und die Kosten hierfür sind enorm.

Die KSR sagen „Danke“

Katrin Kiesel, Bereichsleiterin Bürgerservice der KSR, sagt: „Küchen- und Gartenabfälle haben den größten Anteil an unseren Abfällen zuhause. Für echte Recyclingfortschritte in Recklinghausen ist die Biotonne deshalb immens wichtig.“ Grund genug, dass sich die KSR an der bundesweiten „Aktion Biotonne Deutschland“ beteiligen und sich damit bei den Nutzer*innen der Biotonne für das engagierte Getrenntsammeln von Bioabfällen bedanken. 

Als Dankeschön verschenkten die KSR deshalb 100 Design-Vorsortierbehälter BiOTONi für kompostierbare Küchenabfälle in vier verschiedenen Trendfarben: senfgrün mit weißem Deckel, die Kombinationen weiß-himbeer, grey stone-powder pink- oder türkis-weiß. Designer*innen des renommierten Markenherstellers von Küchenaccessoires [Koziol] entwarfen die hochwertigen Produkte exklusiv für die Aktion Biotonne Deutschland. 

Die Resonanz war riesig: Die Behältnisse waren bereits nach einer halben Stunde nach Veröffentlichung auf den städtischen Kanälen vergriffen. 

Weitere Informationen gibt es unter: Was gehört wohin? (zbh-ksr.de)

Datum
18.11.2021


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