Aktuelles Recklinghausen

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Jede Kanne zählt: Stadt bietet Gießpatenschaften an
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Stellten die Gießpatenschaft vor: Bürgermeister Christoph Tesche, Gießpate Dietmar Doliwa, Klimaanpassungsmanagerin Lena Germscheid und Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grünpflege der KSR. Foto: Stadt RE
Einleitung
Trockenperioden sind schon seit einigen Jahren keine Seltenheit mehr. Der vergangene April gilt als einer der trockenste seit Aufzeichnungsbeginn – auch in Recklinghausen. Der Mai brachte auch keine Besserung. Um solchen Niederschlagsdefiziten auch in den kommenden Sommermonaten entgegen zu wirken, bietet die Stadt Recklinghausen ab sofort Gießpatenschaften für Bürger*innen an.
Haupttext


„Wir freuen uns über jede Unterstützung von Recklinghäuserinnen und Recklinghäusern, die ihren Beitrag zur Bewässerung von Bäumen und Pflanzen im Stadtgebiet leisten – denn jede Kanne zählt“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Ich weiß von vielen Bürgerinnen und Bürgern, die bereits in den vergangenen Jahren tatkräftig mit angepackt haben. Diese können nun auch eine Gießpatenschaft beantragen, eine von mir unterschriebene Urkunde und vor allem Wertschätzung für ihren wertvollen Beitrag erhalten.“

Das Stadtgrün leidet bereits jetzt unter Frühjahrstrockenheit und immer öfter kommt es zu auffälligen Hitzeperioden und somit zu sogenannten „Hitze-Hotspots“ im Recklinghäuser Stadtgebiet. Die Erhaltung von Grünflächen stellt hier neben anderen Maßnahmen einen wichtigen Aspekt zur Bekämpfung solcher Hotspots dar.

„Das Klimaanpassungskonzept für die Stadt Recklinghausen sieht verschiedene Maßnahmen im Bereich der Oberflächen, Begrünung und baulichen Verbesserung vor“, erklärt Klimaanpassungsmanagerin Lena Germscheid. „Damit ist Recklinghausen auf einem guten Weg, mit den nicht abwendbaren Folgen des Klimawandels umzugehen. Trotzdem brauchen wir gerade bei der Begrünung Unterstützung aus der Bevölkerung.“ Das komplette Klimaanpassungskonzept findet sich hier: https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Leben_Wohnen/Dokumente/Klimaanpassungskonzept_Recklinghausen_final_Nov17.pdf

Mit gutem Beispiel voran geht Dietmar Doliwa. Der Recklinghäuser ist bereits seit zwei Wochen Gießpate und kümmert sich um die Pflanzen und Bäume im Willy-Brandt-Park. Als unmittelbarer Anwohner des Naherholungsgebietes mitten in der Altstadt ist es ihm ein persönliches Anliegen, die Grünflächen des Parks zu bewässern. „Vor allem die Zusammenarbeit mit der Stadt hat sehr gut geklappt“, sagt Doliwa. „Schon seit Jahren gieße ich den Park ehrenamtlich. Jetzt haben die KSR mir auch einen eigenen Wasserzugang eingerichtet.“

„Für die Gießpatenschaft ist es besonders praktisch, wenn die Patinnen und Paten in unmittelbarer Umgebung wohnen“, erklärt Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grünpflege der Kommunalen Service Betriebe (KSR). „Selbstverständlich gießen die Mitarbeitenden der KSR weiterhin die Bäume und Grünflächen im Stadtgebiet. Wir sind dennoch froh über jede helfende Gießkanne und jeden Gartenschlauch aus der Bevölkerung.“

Als erste Orientierung dient die Bewässerungskarte auf der städtischen Homepage, die genau anzeigt, welche Bäume im Stadtgebiet Wasser benötigen und wie alt die Bäume sind. „Für die Bürgerschaft ist es zu empfehlen, mit den jüngeren Bäumen anzufangen, da der Wasserbedarf einer alten Eiche mit ein paar Gießkannen nicht erfüllt werden kann“, sagt Frackowiak. Die Bewässerungskarte findet sich hier: https://www.karte-recklinghausen.de/mapbender3/application/Bewaesserungskarte_Strassenbaeume_Recklinghausen

Wer Interesse an einer Gießpatenschaft hat, kann sich bei Sven Greuel von den KSR telefonisch unter 02361/50-2805 oder per E-Mail an sven.greuel(at)recklinghausen.de melden.

Tipps für das richtige Gießen: 

  • Bürger*innen sollten die Bewässerungskarte auf der Homepage der Stadt Recklinghausen beachten und vor allem jüngere Bäume bewässern
  • Außerdem ist es wichtig, auch die Unterbepflanzungen an den Bäumen zu bewässern. Sollten diese nicht genügend Wasser bekommen, können sie verdursten und absterben. Dann ist eine Nachpflanzung nicht mehr möglich bzw. sehr schwierig
  • Sollte der Boden besonders trocken sein, kann es sein, dass das Wasser nur oberflächlich abfließt. Aus diesem Grund sollte der Boden langsam durchfeuchtet werden mithilfe von Eimern mit kleinen Löchern mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2 Millimeter im Boden. Das Wasser kann dann ganz einfach in die Eimer gefüllt werden und dies sickert dann nach und nach in den Boden. Der Eimer sollte mehrmals hintereinander mit Wasser gefüllt werden. Ideal wäre eine Wassermenge von 120 bis 150 Litern pro Baum. Wichtig: Begleitgrün nicht plattdrücken 
Datum
02.06.2020


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