Aktuelles Recklinghausen

Titel
Corona-Kinderbuch klärt Kinder über das Virus auf
Bild
Mit Abstand stellten Bürgermeister Christoph Tesche, die Erzieherinnen Margit Jansen, Monique Rost, Katja Ottberg und Markus Schupke vom Förderverein der Kita Sternschnuppe das Bilderbuch Wir bleiben zu Haus vor. Foto: Stadt RE
Einleitung
Kein Besuch mehr bei Oma und Opa und auch das Spielen mit Freund*innen fällt plötzlich aus. Was ist dieses Corona-Virus und was will es von uns? Vor allem Kinder können nur schwer verstehen, warum plötzlich alles anders ist.
Haupttext


Um das komplexe Thema auch an die Kleinsten heranzuführen, haben sich zwei Mitarbeiter*innen aus der Recklinghäuser Kita Sternschnuppe etwas ganz Besonderes einfallen lassen: ein Corona-Kinderbuch.

Einfach und kindgerecht liefert das Buch Antworten. Auf zehn Seiten haben Katja Ottberg und Monique Rost leicht verständliche Texte und Illustrationen in Eigenregie erstellt, die spielerisch die Geschichte der Pandemie thematisieren. Die Idee entstand während des ersten Lockdowns im Home-Office. „Wir brauchten Arbeitsmaterial, um den Kleinen die Thematik verständlich und ohne Angst vermitteln zu können“, erklärt Katja Ottberg. „Aber so richtig kindgerechtes Material gab es noch nicht, deshalb haben wir das Heft selbst in die Hand genommen und erleichterten uns die Arbeit letztendlich damit selbst.“

Ein Regenbogen und der Spruch „Wir bleiben zu Hause…“ zieren das Titelbild des Erklärbuches, das jeder Recklinghäuser Kita-Gruppe zur Verfügung gestellt wird. „Die Fülle an Informationen über das Virus ist ungebrochen. Das löst nicht nur bei uns Erwachsenen Sorgen und Ängste aus – gerade Kinder leiden unter der Situation“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. „Umso schöner ist es zu sehen, dass Erzieherinnen unserer städtischen Einrichtung selbst aktiv und kreativ werden, um die Situation in Form eines Buches anschaulich zu erklären.“

Auf eine einfache Art und Weise führt das Buch Kindergartenkinder in die Welt der Pandemie ein. Kleine rote Viren repräsentieren das Virus, das plötzlich in Recklinghausen aufgetaucht ist. Aber wie können wir uns davor schützen? Ganz einfach, indem wir uns an die Regeln halten sagt das Buch und zeigt Bilder von Menschen, die Mundschutz tragen, mit Abstand zueinander stehen oder sich die Hände waschen. Auch korrektes Niesen – in die Armbeuge – und das Zuhausebleiben in Form eines Hauses werden dargestellt. All das hat Monique Rost auf kindgerechte Art und Weise gezeichnet. Sie legte Wert darauf, dass auch Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, anhand der Bilder verstehen können, wie Corona den Alltag für uns alle verändert hat. In kurzen Sätzen sind jeweils die Verhaltensregeln von Katja Ottberg ergänzt worden, die den Kindern Ängste und Sorgen nehmen sollen und stets einen positiven Blick in die Zukunft geben.

„Soziale Kontakte sind ein zentraler Bestandteil der kindlichen Entwicklung, in der sie momentan lernen müssen, auf so viel zu verzichten, sagt Volker Hülsmann, Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie. „Mit dem Buch sorgen wir für Aufklärung und mehr Verständnis.“

Finanziell getragen wurde das Projekt durch den Förderverein der Kita Sternschnuppe, der das Buch in einer Erstauflage drucken ließ. Der Fachbereich Kinder Jugend und Familie hat dann eine zweite Auflage erstellen lassen, die allen Kindergartengruppen der Recklinghäuser Kitas zugutekommt. Der Förderverein der Kita gibt das Buch gegen eine Spende ab. 500 Euro sind so bereits zusammengekommen, die an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst gehen sollen. Wer Interesse an dem Bilderbuch hat, kann sich in der Kita Sternschnuppe melden. „Wenn Interesse besteht, werden wir als Stadt den Druck einer weiteren Auflage unterstützen“, kündigte Bürgermeister Christoph Tesche an. 

Erleichtern soll das Erklärbuch auch den Erzieher*innen den Umgang mit dem Thema, die den Kindern so die Situation besser erklären und die Thematik anschaulicher nahebringen können.

 

Datum
09.11.2020


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