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Sonderausstellung: Ikonen-Museum und Kunsthalle präsentieren spektakuläre Schenkung
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Lutz Rickelt, Leiter des Ikonen-Museums (l.) und Dr. Hans-Jürgen Schwalm, Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen präsentierten die Schenkung der Öffentlichkeit.
Einleitung
Im vergangenen Jahr erhielt Recklinghausen eine spektakuläre Schenkung: Der passionierte Kunstsammler Dr. Reiner Zerlin vermachte der Stadt seine hochwertige Sammlung ostkirchlicher Kunst mit fast 250 Objekten.
Haupttext

 

„Für das Ikonen-Museum Recklinghausen ist dies ein wahrer Schatz, der die Qualität seiner Sammlung nochmals deutlich steigert und den hervorragenden Ruf des Museums weiter stärkt“, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Christoph Tesche. Aus diesem Anlass organisieren die Kunsthalle und das Ikonen-Museum von Samstag, 6. Juni, bis Sonntag, 30. August, eine Sonderausstellung in der Kunsthalle, um den einmaligen Neuzugang in seiner Gesamtheit zu präsentieren und angemessen zu würdigen.

Die Sammlung von Dr. Reiner Zerlin umfasst vor allem frühe Ikonen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, die überwiegend aus den beiden Kernländern der Orthodoxie, Russland und Griechenland, stammen und alle wichtigen und teilweise auch seltenen Themen der Ikonenmalerei zeigen. „Ein seltenes Highlight ist das Fragment einer Christus-Ikone aus byzantinischer Zeit. Außerdem umfasst die Sammlung eine Reihe liturgischer Gegenstände und Objekte aus dem Bereich der Alltagsfrömmigkeit“, erklärt Lutz Rickelt, Leiter des Ikonen-Museums.

In der Kunsthalle Recklinghausen, die aufgrund einer Corona-bedingten Ausstellungsverlegung früher als geplant zur Verfügung steht, werden auf drei Ebenen Aspekte der Geschichte der Ikonenmalerei mit ihren regionalen Besonderheiten und vielfältigen Themen sowie unterschiedliche Funktionsräume vorgestellt. „Wir möchten uns mit der Sonderausstellung ausdrücklich nicht nur an Fachleute wenden, sondern die faszinierende Welt der Ikonen einem breiten Publikum vermitteln und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt dieses Geschenk zugänglich machen“, sagt Dr. Hans-Jürgen Schwalm, Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen.  

Die Ausstellung in der Kunsthalle, Große-Perdekamp-Straße 25-27, kann dienstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Montags ist die Kunsthalle geschlossen. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Außerdem können Interessierte ein Kombiticket für den Besuch des Ikonen-Museums und der Kunsthalle für 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, erwerben. 

Über Dr. Reiner Zerlin und das Ikonen-Museum

Dr. Reiner Zerlin wurde 1939 geboren. Er war viele Jahre als Jugendrichter am Amtsgericht Düsseldorf tätig und wohnt heute in Brühl. Als langjähriges Mitglied des Fördervereins des Ikonen-Museums EIKON arbeitete er auch als anerkannter Sachverständiger für Ikonen. Gemeinsam mit seinem ebenfalls in Brühl lebenden Bruder Jochen sammelte er seit seinem 18. Lebensjahr Ikonen. Bei den in jahrzehntelanger Tätigkeit entstandenen Sammlungen der beiden Brüder handelt es sich um die umfangreichsten und bedeutendsten Privatkollektionen dieser Art in Deutschland. Für die großzügige Schenkung der Sammlung Dr. Reiner Zerlin ist die Stadt Recklinghausen ihm zu großem Dank verpflichtet.

Ohne die Leidenschaft privater Sammler*innen würde das Ikonen-Museum Recklinghausen nicht existieren: Es verdankt seine Existenz dem Ankauf der Ikonen-­Sammlungen von Prof. Dr. Martin Winkler und Dr. Heinrich Wendt durch die Stadt Recklinghausen in den 1950er Jahren. Bis heute wurde der Bestand immer wie­der durch bedeutende Ikonen oder ganze Kollektionen aus Privatbesitz erweitert. Das weltweit bedeutendste Museum ostkirchlicher Kunst außerhalb der ortho­doxen Länder besitzt heute über 3.500 Ikonen, Goldstickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und den Balkanländern.

Hier geht es zum Trailer. 

Datum
04.06.2020


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