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Klavier-Festival Ruhr

Logo des Klavier-Festivals
Klavier-Festival Ruhr

Jeden Sommer sind weltbekannte Pianistinnen und Pianisten in Recklinghausen zu Gast. Das Ruhrfestspielhaus ist seit langen Jahren ein beliebter Spielort des Klavier-Festivals Ruhr.

Das Klavier-Festival Ruhr: Gipfeltreffen der Pianisten-Elite

Die Pianisten der Welt beflügeln Europas neue Metropole: Dieses Motto bringt Ziel und Charakter des Klavier-Festivals Ruhr auf den Punkt. 1989 aus dem Bochumer Klaviersommer entstanden, wuchs das pianistische Gipfeltreffen seither zur weltweit größten Plattform der internationalen Pianisten-Elite. Jeden Sommer engagiert das Festival etwa 90 Pianistinnen und Pianisten zahlreicher Nationen für rund 75 Konzerte in den Städten an Rhein und Ruhr - unter ihnen die großen Meister ihres Fachs. Aber auch vielversprechende Nachwuchspianisten, Wettbewerbssieger und Debütanten, deren Förderung dem Festival ein besonderes Anliegen ist.

Den Gründungsvätern des "Initiativkreis Ruhr", der das Festival vollständig privat finanziert, ging es im Sinne des "think big" zunächst darum, die ganz großen Pianisten unserer Zeit vom gewachsenen Rang des Klavier-Festivals Ruhr zu überzeugen. Und so sind viele Künstler beim Klavier-Festival Ruhr so regelmäßig zu Gast wie kaum irgendwo sonst: von A wie Pierre Laurent Aimard und Martha Argerich, B wie Daniel Barenboim und Rudolf Buchbinder, C wie Chick Corea bis V wie Arcadi Volodos und Z wie Christian Zacharias und Krystian Zimerman.

Doch nicht nur die weltweit umworbenen Koryphäen prägen in anderenorts nicht anzutreffender Intensität das künstlerische Profil des Festivals. Durch breit gefächerte künstlerische Initiativen will das Festival junge Pianisten und junge Zuhörer fördern bzw. gewinnen. So lädt das Festival alljährlich ca. zwanzig junge Pianisten zu ihren Debüts ein - z.B. die Preisträger wichtiger internationaler Wettbewerbe. Regelmäßig sind mindestens ein Drittel der Festival-Konzerte Debüts. Einige Debütanten kehren nach ihrer erfolgreichen Premiere in den Folgejahren immer wieder zurück. Viele dieser Debüts werden inzwischen im Rahmen der "Edition Klavier-Festival Ruhr" auf CD dokumentiert, die solche Förderung ebenso wirksam wie nachhaltig macht. Dank der Kulturpartnerschaft mit WDR 3 und einer Medienpartnerschaft mit dem Deutschlandfunk klingt das Klavier-Festival Ruhr weit ins Land hinein. Viele Festival-Konzerte werden für den Hörfunk aufgezeichnet - und damit auch für jene erlebbar, die nicht live dabei sein können.

Junge Pianisten hat das Festival selbst dann im Auge, wenn es große Künstlerpersönlichkeiten für ihr pianistisches Lebenswerk mit dem Preis des Klavier-Festivals ehrt. Denn mit dieser Auszeichnung ist die Vergabe eines Stipendiums durch den Initiativkreis Ruhr verbunden, wobei der aktuelle Stipendiat durch den jeweiligen Preisträger bestimmt wird. Der Stipendiat wiederum wird zum Ende seines Förderjahres zudem zu einem Debütkonzert beim Klavier-Festival eingeladen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen so bedeutende Künstlerpersönlichkeiten wie Daniel Barenboim (1999), Alfred Brendel (2004), Martha Argerich (2007) und Maurizio Pollini (2008).

Abseits von Spitzenleistungen und glanzvollen Konzerten existiert seit 2006 aber noch ein anderes Klavier-Festival Ruhr: eines, das ganzjährig und zumeist ohne größere Öffentlichkeit mit Kindern und Jugendlichen arbeitet. Dies geschieht im Rahmen eines modellhaften Education-Programms, das musische und kulturelle Bildung vor allem dadurch fördert, dass es an eigene kreative Kräfte rührt und diese nach Kräften unterstützt. Die gesellschaftliche Bedeutung dieser Arbeit ist erheblich. Junge Menschen gewinnen an Selbstvertrauen, wenn sie bei den Education-Projekten zum Teil neue Seiten an sich entdecken. Sie lernen sich selbst auszudrücken und anderen zuzuhören, lernen Rücksichtnahme und Gemeinsinn. Für die Themen und Konzepte sind die Education-Experten Tobias Bleek und Richard McNicol verantwortlich, der zuvor bei den Berliner Philharmonikern die Initiative Zukunft@BPhil aufbaute. Das Education-Programm des Klavier-Festivals Ruhr ruht auf drei Säulen. Die "Entdeckungen -Discovery Projects" sind zumeist an ein spezifisches Werk der Musikliteratur gebunden und laden zu kreativer Auseinandersetzung damit ein. Bei den "Begegnungen - Encounters" treffen junge Klavierschüler berühmte Festival-Pianisten persönlich. Und in der "Little Piano School" werden schon zwei- bis sechsjährige Kinder mit spielerischen Methoden an das Klavier herangeführt.

Seinem Ruf als Sprungbrett für aufstrebende Pianisten wird das Klavier-Festival Ruhr durch engagierte und vielfältige Nachwuchsförderung gerecht. Regelmäßig stellt es die großen Klavierschulen der Gegenwart vor, bittet die Meisterklassen der NRW-Musikhochschulen auf die Bühne, versammelt die Sieger bedeutender Klavierwettbewerbe in der Reihe "Die Besten der Besten", veranstaltet internationale Meisterkurse für Studenten aus dem In- und Ausland und bietet Preisträgern der NRW-Jugendwettbewerbe beim Konzert "Ausgezeichnete Kinder" ein großes Podium. Gewiss kein Zufall also, dass mancher berühmte Künstler schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt seiner Karriere beim Festival zu erleben war.

Seit 1996 zeichnet Intendant Franz Xaver Ohnesorg für das Klavier-Festival Ruhr verantwortlich. In dieser Zeit hat das Festival stark an internationaler Strahlkraft gewonnen.

(Nähere Informationen unter www.klavierfestival.de)

Kontakt

Tel. 0201-89 66 60
info@i-r.de