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Zechenblüh'n 2007

 

Peer Gynt 2009

Orchesterreise 2009

Jubiläum 2010

 

 

 

Zechenbluehn Plakat: Zechenblüh'n : denn aus Stein und Erz klingen heute Prim und Terz

Zechenblühn'n 2007

 

Alle zwei Jahre veranstaltet die Organisation Jeunesses Musicales Deutschland einen Wettbewerb für junge deutsche Orchester aller Art; den Deutschen Jugendorchesterpreis. Gefragt ist hier eine individuelle und außergewöhnliche Konzertinszenierung unter dem diesjährigen Leitthema "Kontraste - Lust auf Gegensatz". Nach der Einsendung und Nominierung unseres Konzeptes sind wir, das Jugend Symphonie Orchester Recklinghausen, zum ersten Mal dabei!

Die Jeunesses Musicales ist eine weltweit verbreitete musikalische Bewegung, die seit ihrer Gründung im Jahre 1940 ein Ziel verfolgt: Jungen Menschen über politische Grenzen und weltanschauliche Barrieren hinweg lebendige Musik zu vermitteln und sie durch sie zu verbinden. Vertreten in mehr als 40 Ländern, gilt sie heute als weltweit größte Organisation, die im Bereich Jugend und Musik arbeitet. Der Beitritt bringt viele Vorteile: Die Jeunesses Musicales hilft, internationale Kontakte zwischen Jugendorchestern zu knüpfen, unterstützt die Organisation von einem Orchesteraustausch und engagiert sich auch national und regional, indem sie Wettbewerbe ausruft - wie z.B. den Deutschen Jugendorchesterpreis, der unter der Schirmherrschaft der Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen steht.

Um an diesem bundesweiten Wettbewerb teilzunehmen, mussten wir ein Konzertkonzept gemäß dem Motto "Kontraste - Lust auf Gegensatz" entwickeln und dieses bei Jeunesses Musicales einschicken. Aus allen eingeschickten Konzepten wählte eine Jury einige wenige aus - eingeschlossen das des JSO Recklinghausen. Wir entschieden uns für den Kontrast, der seit einiger Zeit den Alltag des Ruhrgebiets und somit auch unseren persönlichen Alltag prägt; den Kontrast "Industrie - Natur". Der momentane Strukturwandel ist ein regionales Problem, welches jedoch eine neue Chance für das Ruhrgebiet birgt, endlich von dem "Arbeitergrau" loszukommen und zu ergrünen. Darum gaben wir unserem Projekt den Namen "Zechenblüh'n".  Wir denken, dass die Umgestaltung der leer stehenden Industrielandschaften in grüne Parks ein Schritt in die richtige Richtung ist, um dem Ruhrgebiet ein neues Gesicht  zu geben. Vor diesem Hintergrund wird unser Konzert  in einer alten Maschinenhalle statt finden, der wir u. a. Natur beschreibende Musik entgegensetzen werden. Das Einstudieren der Stücke, die Organisation und die Planung der Details, die unser Konzert nicht nur für das Orchester selbst zu einem besonderen Erlebnis machen sollen, sind schon seit einiger Zeit im vollen Gange.

Nachdem Anfang des Jahres unser Orchester einen neuen Dirigenten, Manfred Hof, Trompeter der Neuen Philharmonie Westfalen, bekam und auch bei uns Orchestermitgliedern ein Generationswechsel statt fand, ist dieses erste, große Gemeinschaftsprojekt eine große Chance, mehr zusammenzuwachsen. Auf ein solches Ziel hinzuarbeiten ist außerdem eine große Motivation für uns alle, da hierbei  das persönliche Engagement der Orchestermitglieder im Mittelpunkt steht und zählt.
Im März wird das JSO ihr Projekt "Zechenblüh'n" präsentieren und wir würden uns besonders über IHR Kommen  freuen. Wir hoffen, nicht nur die dann anwesende Jury, sondern auch Sie von unserer Idee und ihrer Umsetzung zu überzeugen!

J U B E L !!!!!!!
Wir haben's geschafft!!!
Wir, das JSO Recklinghausen und die Mini-Sinfos, sind Preisträger.
Wir wurden beim deutschen Jugendorchesterpreis der jeunesses musicales mit unserem Endrundenbeitrag ZECHENBLÜH'N mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

 

Peer Gynt 2009
"Peer Gynt“ - Ein Projekt des Jugendsinfonieorchesters Recklinghausen und der Hiberniaschule Herne sowie der Tanzschule Robin Lynn

Die beiden Peer-Gynt-Suiten musikalisch und szenisch zu gestalten, das war die Ausgangsidee des Projekts, welches im Herbst 2008 ins Leben gerufen wurde.
Die 55 jungen Musiker des Jugendsinfonieorchesters erarbeiteten unter der Leitung von Manfred Hof die einzelnen Stücke der beiden Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg.
Parallel dazu begann Imogen Scheerschmidt an der Waldorfschule in Herne damit, die Musik mit ihren Schülern im Eurythmie-Unterricht umzusetzen.
Doch dabei blieb es nicht, denn den Leitern schwebte ein großes, kreatives Gesamtkunstwerk vor. Und so wurden nicht nur die verschiedenen Stücke der beiden Suiten zum Teil in einzelne Motive zerlegt, welche während der ganzen Aufführung immer wieder auftauchten, sondern der Dirigent rief seine Musiker dazu auf, über einzelne Motive oder Szenen aus "Peer Gynt“ eine Improvisation zu komponieren und eigene musikalische Ideen einzubringen. Zu dem Zitat "Man stirbt nicht mitten im 5. Akt“ aus der Originalfassung komponierte Simon Al-Odeh eine Orchesterfantasie, welche als Ouvertüre verwendet wurde. Auch ein von ihm komponiertes Blechbläserquintett konnte in die Geschichte eingefügt werden, ebenso wie ein Holzbläserquintett und das für Orchester arrangierte Stück "Africa“ von Toto. Eine weitere Besonderheit stellte die Interpretation des Stückes "In der Halle des Bergkönigs“ von einer aus den Orchestermusikern zusammengestellten Rockband dar.


Auch Imogen Scheerschmidt regte ihre Schüler auf vielfältige Weise zur kreativen Auseinandersetzung mit Peer Gynt an. Zunächst setzten sich die Schüler mit der Geschichte auseinander. Diese entstand in der ersten Fassung im Jahre 1867 als dramatisches Gedicht, aus der Feder Henrik Ibsens. Aufgrund des großen Erfolges der Lesefassung wurde diese in eine Bühnenfassung umgearbeitet. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Frage: Wer ist Peer Gynt? Die Schüler zeigten die Geschichte in selbst geschriebenen Dialogen und Gedichten auf und überlegten sich eine szenische Umsetzung des Ganzen, welche mit einem selbst gestalteten Bühnenbild aus dünnen Seidentüchern, sowie im Kunstunterricht erstellten Bildern und selbst genähten Kostümen vollendet wurde.
Das Bild des spartenübergreifenden Projektes wurde noch bunter durch eine Gruppe der Tanzschule  Robin Lynn unter der Leitung von Kama Frankl, die eine gelungene Performance aus klassischem Ballett, Bauchtanz und Breakdance zeigte.


Schließlich wurden alle Szenen, Musikstücke und -ausschnitte, Kompositionen, Texte, Gedichte, Tänze und Dialoge zusammengefügt, die kleinen und großen Tänzer, Schauspieler und Musiker im Alter von 7 bis 24 Jahren trafen aufeinander und trugen ihren Teil zum Gesamtwerk bei.
Nach nur wenigen gemeinsamen Proben wurde das Stück an drei Orten erfolgreich zur Auffüh-rung gebracht: am 14. Februar 2009 in der Stadthalle Oer-Erkenschwick, am 1. März 2009 in der Hiberniaschule Herne und am 3. März 2009 im Festspielhaus Recklinghausen.
Im Festspielhaus wurden die Generalprobe und das Konzert gefilmt und anschließend zu einem zweistündigen Film zusammengeschnitten. Zur Präsentation des Films wurden alle Teilnehmer am 22.06.09 in das Union Kino Bochum eingeladen.

 

Orchesterreise zum Gardasee      Orchesterreise 2009

Am 10 Juni 2009 machte sich das Jugendsinfonie Orchester Recklinghausen zum Gardasee, nach Italien auf um eine wunderschöne Woche zu erleben. Zwischen Proben und einem exquisiten Auftritt in Limone gab es genug Zeit sich am Pool auszuruhen, im See zu schwimmen und die Sommerlichentemperaturen zu genießen während in der Heimat Regen und kaltes Wetter wüteten. Das lang ersehnte Konzert wurde zu einem Erfolg, die langen Probenphasen hatten sich gelohnt. Das Publikum erfreute sich an dem Soundtrack zu Fluch der Karibik, der Unvollendeten von Schubert sowie vielen anderen Stücken und einem Improvisationsstück. So entschloss Dirigent Manfred Hof während des Konzertes den musikalischen Streich: Perpetuum Mobile von Johann Strauss (Sohn) gesanglich aufzuführen - das Ergebnis konnte sich sehen lassen: ein belustigtes und sehr erfreutes Publikum applaudierte Beifall. Mit Ausflügen nach Verona und Venedig wurden sowohl die kulturellen Schwerpunkte wie auch die belebten Straßen kennen gelernt. Besonders viele faszinierende Blicke erntete die Villa der Julia aus der berühmten Geschichte von Shakespeare, sowie der Markusplatz in Venedig mit seinen tausenden von Besuchern. Viele neue Freundschaften wurden vor der schönen Kulisse des Gardasees geschlossen. Mit vielen neuen Erfahrungen trat das Orchester die Rückfahrt an, um Zuhause von erwartungsvollen Eltern empfangen zu werden. Dennoch  waren sich alle einig, dass dies eine gelungene Reise war und gerne wiederholt werden könne. 

 

Jubiläum 2010

"Unsere Bilder einer Ausstellung“
25 Jahre Jugendsinfonieorchester Recklinghausen

Mit unserem Konzert am 04.07.2010 im Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen feierten wir das 25-jährige Bestehen des Jugendsinfonieorchesters Recklinghausen. Unter dem Motto "Unsere Bilder einer Ausstellung“ zeigten wir die unterschiedlichen Facetten des Orchesters, sowie seine erfolgreiche Geschichte in Bild und Ton auf.

Das Jubiläumskonzert, bei dem auch einige ehemalige Orchestermitglieder teilnahmen, enthielt neben dem bekannten Werk von Modest Mussorgsky viele weitere Stücke, welche die "Bilder einer Ausstellung“ in "Unsere Bilder einer Ausstellung“ verwandelten. Anlässlich des runden Geburtstages wurde das Stück "Celebration“ extra für das Orchester arrangiert, auch die Orchesterband hatte ihren Auftritt und außerdem gab es noch drei Uraufführungen von Werken zweier junger Komponisten aus den Reihen des Jugendsinfonieorchesters, Simon Al-Odeh und Christian Schneider. Die Musik wurde auf einer Leinwand mit passenden Bildern der Orchestergeschichte untermalt und durch die Moderation von den beiden Orchestermitgliedern Lea Zalkau und Simon Al-Odeh verdeutlicht. Auch das Foyer des Konzerthauses war entsprechend gestaltet und fungierte als bunter Ausstellungsraum für Fotos, Erfahrungsberichte, Konzertprogramme oder Reiseberichte des Orchesters. Zusätzlich waren die Gänge des Ruhrfestspielhauses mit großen Porträtfotos der aktuellen Orchestermitglieder geschmückt, welche die individuelle Identifikation gegenüber der Musik ausdrückt.

Im Anschluss an das Jubiläumskonzert reisten wir dank der großartigen Unterstützung des Instituts für internationale Kontakte und Integration Recklinghausen "Die Brücke“ sowie Jeunesses Musicales am 08.07.2010 in unsere französische Partnerstadt Douai. Dort erlebten wir das berühmte "Fest der Riesen“, eines der größten und ältesten Stadtfeste in Frankreichs Norden. Das Motto des Festprogramms "Das Orchester der Riesen“ eröffnete den jungen Musikern die Gelegenheit ihr musikalisches Talent auch in Recklinghausens Partnerstadt unter Beweis zu stellen. Verstärkt durch junge Musiker aus Douai präsentierten wir im großen Musiksaal des Konservatoriums unser Jubiläumskonzert dem begeisterten französischen Publikum.
Durch die deutsch - französische Partnerschaft und dem daraus resultierenden Konzert in Douai ist der Grundstein für weitere gemeinsame Projekte gelegt.