Stadtentwicklung, Bauen & Verkehr > Umwelt > Klimaschutzkonzept


Die Energiepreissteigerungen der letzten Jahre, häufiger werdende Umweltkatastrophen und Wetterkapriolen rücken das Klima immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Der gegenwärtig beobachtete Klimawandel wird zu einem großen Teil durch die vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgase verursacht, die auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie Öl, Kohle und Gas zurückgehen.
Städte und Gemeinden sind mit ihren Bürgern aufgerufen, dieser Bedrohung entgegenzutreten. Inzwischen ist es Konsens, dass die volkswirtschaftlichen Kosten zur Vermeidung der Treibhausgasemissionen wesentlich niedriger liegen werden als die Kosten der Anpassung an die zu erwartenden Schäden. Außerdem schafft die sog. "Energiewende" auch Chancen und Entwicklungspotenziale für den örtlichen Arbeitsmarkt.
Um einen Leitfaden für das Energiesparen im Gemeindegebiet und den kommunalen Klimaschutz zu entwickeln und ein zukunftsorientiertes, städtisches Maßnahmenprogramm aufzustellen, hat der Rat der Stadt ein integriertes Klimaschutz- und Stadtentwicklungskonzept für Recklinghausen auf den Weg gebracht.
Für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes erhält die Stadt Recklinghausen im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) eine Zuwendung unter dem Förderkennzeichen 03KS1431:
> Titel: KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Recklinghausen
> Projektlaufzeit: 01. Juli 2011 bis 30. Juni 2012
> Beraterbüro: infas enermetric GmbH, Emsdetten in Zusammenarbeit mit dem Büro für Städtebau und Umweltplanung Stadt.Land.Fluß, Bonn
> Ziel und Inhalt: Das Klimaschutzkonzept soll unter Beteiligung verschiedener Akteure von der Analyse (CO2-Bilanz) über das Formulieren von Zielen bis hin zu einem Maßnahmenkatalog reichen, der als Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung von Effizienz- und Klimaschutzprojekten vorgesehen ist. So kann ein solches Konzept auch als strategischer Leitfaden für eine langfristig angelegte Energiepolitik im Rahmen einer auf Energieeffizienz ausgelegten Stadtpolitik dienen.
Ein reges Besucherinteresse und einen erfolgreichen Projektstart fand die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept am 12. Oktober im Tagungshaus der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA):
Vorträge der Auftaktveranstaltung am 12.10.2011:
"Klimawandel und Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen", Dr. Barbara Köllner, LANUV NRW
"Energiemanagement bei der Stadt Recklinghausen", Volker Remmler, Energiemanager der Stadt Recklinghausen
"Integriertes Klimaschutzkonzept für Recklinghausen (Überblick und Vorgehen)", Reiner Tippkötter, infas enermetric GmbH
"Energie- und klimabewusstes Wohnen (Förderkulisse)", Markus Elspaß, Sparkasse Vest
"Praxisbeispiele zur Energieeffizienzsteigerung", Matthias Graf, Effizienz-Agentur NRW

Inzwischen wurde in einer ersten CO2-Bilanz ermittelt, dass in Recklinghausen 8,92t CO2 pro Jahr und Kopf erzeugt werden. Der Wert zeigt in einem Zeitraum von 5 Jahren (2006 - 2010) eine geringfügige Erhöhung der CO2-Emissionen um ca. 1,5 %. Vortrag zur CO2-Bilanz im Projektbeirat am 17.01.2012
Diese Workshops fanden bei klimaschutzinteressierten Bürgerinnen und Bürger großen Anklang:
Workshop 1: Bauen und Wohnen, 2. Februar 2012
Impulsreferat: “Klimaschutz bei Altbausanierung und Neubau von Wohnhäusern”, zwei Fallbeispiele und Grundsätzliches, Dipl.-Ing. Architekt Jonas Puschmann, Recklinghausen
>>Protokoll Workshop 1<<
Workshop 2: Erneuerbare Energien, 9. Februar 2012
Impulsreferat: "Zukunft der Energieversorgung - Pi mal Auge“, Bernd Geschermann, EnergieAgentur NRW
>>Protokoll Workshop 2<<
Workshop 3: Strom einsparen, 23. Februar 2012
Impulsreferat: "Strom einsparen in privaten Haushalten“, Elfriede Menne, Verbraucherzentrale NRW-RE
>>Protokoll Workshop 3<<
Workshop 4: Klimaorientierte Stadtentwicklung, 1. März 2012
Impulsreferat 1: "Anpassung an den Klimawandel in Recklinghausen“, Astrid Snowdon, RVR
Impulsreferat 2: "Stadtverträglicher Verkehr“, Dr. Marianne Scholas, Stadt Recklinghausen
>>Protokoll Workshop 4<<
Gerne sind Sie aufgerufen, Ihre Anregung auch direkt in unser Ideenbuch einzugeben.
>> Ihre Vorschläge <<
Nach Fertigstellung soll das kommunale Klimaschutzkonzept der Stadt Recklinghausen am 26. Juni 2012 um 18.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend dem Bürgermeister Wolfgang Pantförder überreicht werden.
GUTES KLIMA zahlt sich aus!
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
Pressemitteilung vom 28.2.2012 zum 3. Workshop: Strom einsparen
Pressemitteilung vom 21.2.2012 zum 2. Workshop: Erneuerbare Energien
Pressemitteilung vom 8.2.2012 zum Auftakt-Workshop: Bauen und Wohnen
Pressemitteilung vom 25.1.2012 zur Ankündigung der Klimaschutz-Workshops
Pressemitteilung vom 18.7.2011 zur Beauftragung eines Klimaschutzkonzeptes
Video (zur Pressekonferenz vom 18.7.2011)
Pressemitteilung vom 14.10.2011 zur Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative
Ansprechpartner:
Fachbereich Planen, Umwelt, Bauen
Marianne Härtl-Hürtgen 0 23 61/50 14 20
Hubert Beckmann 0 23 61/50 14 29
Fax 0 23 61/50 25 12
E-Mail umweltschutz@recklinghausen.de
Beckbruchweg 33, 45659 Recklinghausen

Klimaschutzkonzept
Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Recklinghausen, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.